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Draw No Bet und Double Chance zur gezielten Risikominimierung

7 Min. Lesezeit

Wer langfristig profitabel wetten möchte, kommt um professionelles Risikomanagement nicht herum. Während aggressive 3-Weg-Wetten auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg durchaus attraktive Quoten bieten, führen sie bei unausgeglichenen Spielen oder schwer kalkulierbaren Partien oft zu unnötigen Verlusten. Genau hier setzen Draw No Bet (DNB) und Double Chance (DC) an – zwei Wettarten, die durch strukturierte Absicherung das Verlustrisiko systematisch reduzieren.

Beide Instrumente gehören zum defensiven Arsenal eines jeden analytisch arbeitenden Wettenden. Sie unterscheiden sich jedoch fundamental in ihrer Mechanik, ihrer Quotenstruktur und ihrem optimalen Einsatzbereich. Wir analysieren in diesem Artikel die mathematischen Grundlagen, vergleichen Risiko-Rendite-Profile und zeigen, wann welche Absicherungsstrategie tatsächlich Mehrwert generiert.

Draw No Bet als Zweiwege-Absicherung

Draw No Bet eliminiert das Unentschieden vollständig aus der Wettgleichung. Anstatt auf drei mögliche Ausgänge zu setzen, reduziert sich die Wette auf zwei Szenarien: Sieg des gewählten Teams oder Einsatzrückerstattung bei Remis.

Die Mechanik im Detail:
Du tippst auf Mannschaft A mit DNB-Quote 1,85. Gewinnt A, erhältst du 185 Euro auf 100 Euro Einsatz. Endet das Spiel unentschieden, bekommst du deine 100 Euro vollständig zurück – kein Verlust, kein Gewinn. Verliert A, ist der Einsatz weg.

Diese Struktur macht DNB besonders interessant für Spiele mit hoher Remiswahrscheinlichkeit. Die Quote wird dabei mathematisch aus der regulären 3-Weg-Quote abgeleitet, indem die implizite Wahrscheinlichkeit des Unentschiedens proportional auf die beiden Siegoptionen verteilt wird.

Vergleich von Draw No Bet und Double Chance Wettscheinen zur Risikominimierung

Quotenbildung und implizite Wahrscheinlichkeiten:

Nehmen wir ein klassisches Beispiel aus der Bundesliga. Die regulären 3-Weg-Quoten lauten:

  • Heimsieg: 2,10
  • Unentschieden: 3,40
  • Auswärtssieg: 3,60

Die DNB-Quoten würden sich dann typischerweise so gestalten:

  • DNB Heim: 1,53
  • DNB Auswärts: 2,05

Die Reduzierung ergibt sich aus der Umverteilung der Unentschieden-Wahrscheinlichkeit. Bei der regulären Heimsieg-Quote von 2,10 liegt die implizite Wahrscheinlichkeit bei etwa 47,6%. Die DNB-Quote von 1,53 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 65,4% – der Anstieg resultiert aus der zusätzlichen Absicherung durch die Einsatzrückgabe bei Remis.

Double Chance als Zwei-Ergebnis-Abdeckung

Double Chance verfolgt einen anderen Ansatz. Hier deckst du aktiv zwei von drei möglichen Spielausgängen mit einer einzigen Wette ab. Die drei verfügbaren Kombinationen lauten:

  • 1X: Heimsieg oder Unentschieden
  • X2: Unentschieden oder Auswärtssieg
  • 12: Heimsieg oder Auswärtssieg

Im Gegensatz zu DNB gibt es bei Double Chance keine Einsatzrückerstattung. Trifft eines der beiden abgedeckten Ergebnisse ein, gewinnst du mit der vollen Quote. Tritt das dritte, nicht abgedeckte Ergebnis ein, ist der Einsatz verloren.

Strategischer Unterschied:
Double Chance 1X auf das Heimteam bedeutet: Du gewinnst sowohl bei einem Heimsieg als auch bei einem Unentschieden. Nur ein Auswärtssieg führt zum Totalverlust. Bei DNB auf das Heimteam gewinnst du nur bei einem Heimsieg; das Unentschieden gibt dir lediglich deinen Einsatz zurück.

Direkter Quotenvergleich und Break-Even-Analyse

Die folgende Tabelle zeigt einen realistischen Quotenvergleich für ein ausgeglichenes Bundesliga-Spiel zwischen zwei Teams aus dem Mittelfeld:

Wettart Quote Implizite Wahrscheinlichkeit Gewinn bei 100€ Einsatz
3-Weg Heimsieg 2,10 47,6% 210€ (110€ Profit)
DNB Heim 1,53 65,4% 153€ (53€ Profit) oder 100€ zurück
Double Chance 1X 1,28 78,1% 128€ (28€ Profit)

Die Zahlen zeigen das klassische Risiko-Rendite-Verhältnis: Je mehr Absicherung, desto niedriger die Quote, desto geringer der potenzielle Gewinn.

Break-Even-Betrachtung über 100 Wetten:

Angenommen, wir wetten 100 Mal auf den Favoriten mit jeweils 10 Euro Einsatz. Die historische Verteilung über ähnliche Spiele ergibt:

  • 55 Siege des Favoriten
  • 28 Unentschieden
  • 17 Niederlagen des Favoriten
Wettart Gewinnwetten Verlustwetten Rückerstattungen Gesamtertrag ROI
3-Weg (Quote 2,10) 55 45 0 1.155€ – 1.000€ = +155€ +15,5%
DNB (Quote 1,53) 55 17 28 841,5€ – 720€ = +121,5€ +16,9%
DC 1X (Quote 1,28) 83 17 0 1.062,4€ – 1.000€ = +62,4€ +6,2%

Interessant: Trotz niedrigerer Quote liefert DNB in diesem Szenario den höchsten ROI, weil die Einsatzrückerstattung bei Unentschieden die Verlustseite drastisch reduziert. Double Chance maximiert zwar die Trefferquote (83%), aber die extrem niedrige Quote führt zu deutlich geringerem Gesamtprofit.

Quotenvergleich zwischen 3-Weg-Wette, DNB und Double Chance mit verschiedenen Quoten

Mathematische Grundlagen der Quotenberechnung

Wir können die fairen Quoten für DNB und DC theoretisch aus den 3-Weg-Quoten ableiten. Die Formeln basieren auf der Addition und Umrechnung impliziter Wahrscheinlichkeiten.

Für DNB:
Die faire DNB-Quote ergibt sich aus:
DNB-Quote = 1 / (P(Sieg) + 0,5 × P(Unentschieden))

Bei unserem Beispiel mit 3-Weg-Quote 2,10 für Heimsieg und 3,40 für Unentschieden:

  • P(Heimsieg) = 1/2,10 = 0,476
  • P(Unentschieden) = 1/3,40 = 0,294

DNB-Quote Heim = 1 / (0,476 + 0,5 × 0,294) = 1 / 0,623 = 1,605

Die tatsächliche Buchmacher-Quote liegt meist etwas darunter (z.B. 1,53), da die Marge eingerechnet wird.

Für Double Chance:
Die DC-Quote addiert zwei implizite Wahrscheinlichkeiten:
DC-Quote 1X = 1 / (P(Heimsieg) + P(Unentschieden))

Mit unseren Werten:
DC-Quote 1X = 1 / (0,476 + 0,294) = 1 / 0,770 = 1,299

Auch hier liegt die Markt-Quote typischerweise bei etwa 1,28 nach Einrechnung der Buchmacher-Marge.

Diese mathematischen Grundlagen helfen dir, überteuerte oder besonders faire Quoten zu identifizieren. Liegt die angebotene DNB-Quote deutlich über der theoretischen, kann das auf einen Value-Spot hindeuten.

Strategische Einsatzszenarien im Vergleich

DNB optimal einsetzen:

Draw No Bet entfaltet seine Stärke in Spielen mit klarem, aber nicht überwältigendem Favoriten. Ideal sind Konstellationen, in denen:

  • Ein Team in guter Form antritt, aber der Gegner defensiv solide steht
  • Die reguläre 3-Weg-Quote zwischen 1,80 und 2,40 liegt
  • Die historische Head-to-Head-Statistik viele Unentschieden aufweist
  • Externe Faktoren (Wetter, Rotation, Turnier-Situation) Remis-Tendenzen verstärken

Ein konkretes Beispiel: Arsenal gastiert bei Crystal Palace. Arsenal ist Favorit mit Quote 1,95, aber Crystal Palace hat in den letzten fünf Heimspielen viermal unentschieden gespielt. Die DNB-Quote auf Arsenal bei 1,48 bietet hier besseren Schutz als die risikoreiche 3-Weg-Wette, während die Rendite noch attraktiv bleibt.

Double Chance optimal einsetzen:

Double Chance ist die konservativere Variante für Situationen mit hoher Unsicherheit:

  • Derby-Spiele mit hoher emotionaler Komponente
  • Abstiegskämpfe, wo beide Teams primär auf Defensive setzen
  • Spiele, in denen der vermeintliche Außenseiter überdurchschnittliche Form zeigt
  • Kombiwetten, wo du ein "sicheres" Standbein für risikoreichere andere Tipps benötigst

Beispiel: Ein Tabellenschlusslicht empfängt den Vorletzten im direkten Abstiegsduell. Die Nervosität ist extrem, beide Teams spielen auf Sicherheit. Double Chance X2 (Unentschieden oder Auswärtssieg) mit Quote 1,35 könnte hier sinnvoller sein als einzelne 3-Weg-Tipps mit höherem Ausfallrisiko.

Mathematische Berechnung von Draw No Bet Quoten mit Taschenrechner und Formeln

Risikoprofile und Varianz-Management

Die Wahl zwischen DNB und DC hängt stark von deiner Risikotoleranz und deinem Bankroll-Management ab.

Varianz-Vergleich:

Metrik 3-Weg-Wette DNB Double Chance
Trefferquote (Favorit) ~55% ~55% Gewinn + ~25% Push ~75-85%
Durchschnittliche Quote 2,00+ 1,50-1,70 1,20-1,40
Maximaler Verlust pro Wette 100% 100% (bei Niederlage) 100%
Varianz Hoch Mittel Niedrig
Kapitalerhalt Niedrig Hoch (durch Pushes) Sehr hoch

Für konservative Wettstrategien mit Fokus auf Kapitalerhalt bietet DNB die beste Balance. Du reduzierst die Verlustrate signifikant (nur bei tatsächlicher Niederlage), während die Quote noch rentable Gewinne ermöglicht.

Double Chance zielt auf maximale Stabilität ab. Die Trefferquote von 75-85% bedeutet, dass du seltener verlierst, aber auch kleinere Gewinne erzielst. Diese Wettart eignet sich für kleinere Bankrolls oder defensive Phasen, in denen du Downswings vermeiden möchtest.

Kombination mit anderen Wettmärkten

Besonders interessant werden DNB und DC in Multi-Wetten oder als Teil einer diversifizierten Wettstrategie.

DNB in Kombiwetten:

Eine typische 3er-Kombi mit regulären 3-Weg-Wetten bei Durchschnittsquoten von 1,90 ergibt eine Gesamtquote von 6,86. Die Wahrscheinlichkeit, alle drei richtig zu tippen, liegt bei etwa 13,4%. Eine Fehlwette bedeutet Totalverlust.

Mit DNB bei Durchschnittsquoten von 1,50 sinkt die Gesamtquote auf 3,38. Dafür steigt die Chance auf zumindest teilweise Rückerstattung: Trifft ein Tipp als Unentschieden ein, verlierst du nicht alles, sondern erhältst eine anteilige Rückzahlung entsprechend der reduzierten Kombi-Quote.

Beispiel 3er-Kombi:

  • Spiel A: DNB Quote 1,55 (Ergebnis: Unentschieden → Push)
  • Spiel B: DNB Quote 1,48 (Ergebnis: Sieg → Gewinn)
  • Spiel C: DNB Quote 1,52 (Ergebnis: Sieg → Gewinn)

Resultat: Die Wette läuft als 2er-Kombi mit Quote 1,48 × 1,52 = 2,25. Aus 100 Euro Einsatz werden 225 Euro. Bei regulären 3-Weg-Wetten mit einem Unentschieden wären die 100 Euro komplett verloren.

DC als Kombi-Anker:

Double Chance funktioniert hervorragend als "Sicherheitsanker" in Kombiwetten. Du kombinierst beispielsweise zwei risikoreichere Over/Under-Wetten (Quoten 1,85 und 1,90) mit einer DC-Wette (Quote 1,30). Die Gesamtquote von 4,58 bleibt attraktiv, während die DC-Wette die Ausfallwahrscheinlichkeit der gesamten Kombi reduziert.

Praktische Anwendung in der Bundesliga

Betrachten wir reale Daten aus der Bundesliga Saison 2024/25. In der Hinrunde endeten 38% aller Spiele unentschieden – eine deutlich höhere Quote als in der Premier League (28%) oder La Liga (25%). Diese Statistik macht Absicherungsstrategien in deutschen Wettmärkten besonders relevant.

Szenario Analyse:

Ein typisches Mittelfeld-Duell: VfL Wolfsburg empfängt den 1. FC Heidenheim. Die Quoten:

  • Wolfsburg: 2,05
  • Unentschieden: 3,50
  • Heidenheim: 3,80
  • DNB Wolfsburg: 1,50
  • DC 1X: 1,27

Strategische Überlegung:
Wolfsburg hat in den letzten sechs Heimspielen dreimal unentschieden gespielt. Heidenheim kassiert auswärts selten viele Tore (1,1 Gegentore pro Spiel), schießt aber auch wenig (0,8 Tore pro Spiel). Das Remis-Risiko ist hoch.

Die reguläre Wolfsburg-Wette bei 2,05 trägt signifikantes Remis-Risiko. Die DNB-Quote von 1,50 erscheint fair, wenn wir die 38% Bundesliga-Unentschieden-Quote berücksichtigen. Bei 100 solcher Wetten mit ähnlichem Profil würden wir etwa 50 Siege, 30 Unentschieden und 20 Niederlagen erwarten.

Ertragsrechnung bei 100 Wetten à 10 Euro:

  • 3-Weg: 50 × 20,50€ = 1.025€ Ertrag, 1.000€ Einsatz = +25€ (+2,5%)
  • DNB: 50 × 15€ = 750€ Ertrag, 700€ Einsatz (nach 30 Pushes) = +50€ (+7,1%)

DNB erweist sich trotz niedrigerer Quote als profitabler, weil die Einsatzrückerstattungen bei Unentschieden die effektive Verlustrate massiv senken.

Risiko-Rendite-Balance bei Draw No Bet und Double Chance Wettstrategien

Typische Fehler bei der Anwendung

Fehler 1: DC bei klaren Favoriten
Double Chance 1X auf Bayern München gegen einen Abstiegskandidaten mit Quote 1,08 macht wenig Sinn. Die extrem niedrige Quote bietet kaum Gewinnpotenzial, während das Risiko eines überraschenden Unentschiedens oder gar einer Niederlage nicht bei null liegt. Hier sind spezifischere Märkte (Handicaps, Over/Under) profitabler.

Fehler 2: DNB bei extremen Außenseitern
DNB auf den krassen Underdog mit regulärer Quote 8,50 (DNB-Quote dann etwa 4,20) ist riskant. Die Einsatzrückerstattung bei Unentschieden hilft wenig, wenn die Grundwahrscheinlichkeit für den Außenseitersieg bei unter 10% liegt. Das Kapital wird ineffizient gebunden.

Fehler 3: Falsches Spiel-Timing
In Pokal-Spielen mit möglicher Verlängerung gelten oft andere Regeln für DNB. Die meisten Buchmacher werten DNB nach regulärer Spielzeit, einige nach Verlängerung. Diese Regelunterschiede müssen bekannt sein, sonst riskierst du unerwartete Abrechnungen.

Fehler 4: Ignorieren der impliziten Wahrscheinlichkeiten
Nicht jede DC-Quote ist fair. Wenn die drei 3-Weg-Quoten stark verzerrt sind (hohe Marge), überträgt sich das auf die DC-Quote. Ein schneller Check: Addiere die inversen 3-Weg-Quoten. Liegt die Summe deutlich über 1,05 (entspricht >5% Marge), sind auch die abgeleiteten DC/DNB-Quoten überteuert.

Einsatz in verschiedenen Sportarten

Während wir hier primär Fußball betrachten, funktionieren DNB und DC auch in anderen Sportarten – mit Nuancen.

Eishockey:
DNB gibt es im Eishockey als "Draw No Bet (nach regulärer Spielzeit)". Wegen häufigerer Overtime-Entscheidungen ist hier besondere Vorsicht bei den Regelauslegungen nötig. Die Remis-Rate nach 60 Minuten liegt in der NHL bei etwa 20%, was DNB interessant macht.

Handball:
Handball kennt deutlich weniger Unentschieden (<5%). DNB bietet hier kaum Mehrwert. Double Chance macht in engen Spielen Sinn, die Quoten sind jedoch wegen der geringen Remis-Wahrscheinlichkeit oft unattraktiv.

Tennis:
Für sportliche Zwei-Spieler-Sportarten wie Tennis existiert natürlich kein klassisches DNB (kein Unentschieden möglich). Handicap-Wetten übernehmen hier eine ähnliche Absicherungsfunktion.

Beim Einsatz außerhalb von sportwetten auf Fußball ist die spezifische Remis-Wahrscheinlichkeit der jeweiligen Sportart entscheidend. Je höher die Unentschieden-Rate, desto wertvoller DNB; je niedriger, desto weniger relevant.

Erweiterte Strategien für fortgeschrittene Wettende

Arbitrage mit Absicherungswetten:
Professionelle Wettende nutzen manchmal DC oder DNB in Kombination mit regulären Wetten zur Absicherung laufender Positionen. Beispiel: Du hast vor dem Spiel auf Auswärtssieg Quote 3,20 gesetzt. Zur Halbzeit steht es 0:0, die Live-Quote für den Heimsieg ist auf 2,10 gefallen. Eine DNB-Wette auf das Heimteam zur Live-Quote könnte einen Teil deiner ursprünglichen Position absichern, ohne Gewinne komplett aufzugeben.

Kombination mit Asian Handicaps:
Eine fortgeschrittene Technik kombiniert DNB mit Asian Handicaps. DNB entspricht funktional einem Asian Handicap 0. Durch geschicktes Mischen von AHC -0,25, AHC 0 (=DNB) und AHC +0,25 kannst du feinere Risikoprofile erstellen als mit reinen 3-Weg- oder DC-Wetten.

Statistisches Backtesting:
Bevor du DNB oder DC als feste Strategie integrierst, solltest du historische Daten analysieren. Filtere Spiele nach Konstellationen (Quoten-Range, Liga, Tabellenposition) und rechne durch, ob DNB oder DC tatsächlich profitabler gewesen wäre als 3-Weg-Wetten. Tools wie Excel oder spezialisierte Wett-Software helfen beim Backtesting über tausende Spiele.

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Psychologische Aspekte und Bankroll-Stabilität

Die mentale Komponente wird oft unterschätzt. Längere Verlustserien bei 3-Weg-Wetten können selbst disziplinierte Wettende aus dem Konzept bringen. DNB und DC bieten psychologische Vorteile:

Reduzierte Tilt-Gefahr:
Wenn du weißt, dass ein Unentschieden deinen Einsatz rettet (DNB) oder sogar Gewinn bringt (DC), gehst du entspannter in kritische Spielminuten. Diese emotionale Stabilität verhindert impulsive Anschlusswetten oder verzweifelte Live-Einsätze.

Smooth Bankroll-Kurve:
Eine Bankroll-Entwicklung mit DNB/DC zeigt weniger extreme Ausschläge. Statt 10-Wetten-Verlustserien gibt es mehr "breakeven"-Phasen durch Pushes. Das erhält das Vertrauen in die eigene Strategie auch in schwierigen Phasen.

Planungssicherheit:
Mit DC erreichst du höhere Hit-Rates (70-85%), was regelmäßigere Gewinne bedeutet. Für Wettende, die aus psychologischen Gründen häufige Erfolgserlebnisse benötigen, kann das entscheidend sein – auch wenn der absolute ROI niedriger ausfällt als bei selektiveren 3-Weg-Strategien.

Fazit zur strategischen Positionierung

Draw No Bet und Double Chance sind keine Anfänger-Wettarten für Risikoaverse, sondern professionelle Instrumente zum gezielten Risikomanagement. Die Wahl zwischen beiden hängt von konkreten Spielkonstellationen, statistischen Erwartungen und deinem persönlichen Risikoprofil ab.

DNB empfiehlt sich, wenn du auf einen klaren, aber nicht überwältigenden Favoriten setzen möchtest und historische Daten eine erhöhte Remis-Wahrscheinlichkeit nahelegen. Die Einsatzrückerstattung bei Unentschieden bietet einen mathematisch fairen Kompromiss zwischen Sicherheit und Rendite.

Double Chance eignet sich für maximal defensive Positionen in unberechenbaren Spielen oder als Kombinations-Anker. Die extrem hohe Trefferquote kommt mit dem Preis niedriger Quoten, kann aber in bestimmten Kontexten (Turniere, Abstiegskämpfe) dennoch profitabel sein.

Beide Wettarten entfalten ihr volles Potenzial nur durch datenbasierte Analyse. Prüfe implizite Wahrscheinlichkeiten, vergleiche mit historischen Verteilungen und integriere DNB/DC gezielt dort, wo das Risiko-Rendite-Profil gegenüber regulären 3-Weg-Wetten überlegen ist. Blindes Absichern jeder Wette mit DNB oder DC führt langfristig zu Renditeverlust – intelligentes, selektives Einsetzen dagegen zu stabileren Bankroll-Kurven und nachhaltigem Erfolg.

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