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Ken Howell’s: Britische Aufsicht setzt Online-Lizenz aus

Inhaltlich überarbeitet: 23.09.2026

Person prüft an einem Laptop Unterlagen und eine Kontrollliste an einem Schreibtisch

Die britische Gambling Commission hat die Online-Lizenz von Targetlocal Ltd ausgesetzt, dem Unternehmen hinter Ken Howell's Sports Betting. Betroffen ist ausschließlich die Remote-Lizenz für den Onlinebetrieb. Nach Angaben der Behörde bleibt die allgemeine, nicht-remote erteilte Wettlizenz des Unternehmens unberührt, das stationäre Wettgeschäft ist also nicht Teil dieser Maßnahme.

Als Grund nennt die Behörde Mängel bei der Geldwäscheprävention („anti-money laundering failings“). Die Sperre ist kein Gerichtsurteil, sondern Teil einer laufenden Aufsichtsprüfung.

Was genau ausgesetzt ist

Betroffen ist die kombinierte Remote-Betriebslizenz mit der Nummer 000422-R-336567-002. Sie umfasst Casino, Sportwetten und Wetten auf virtuelle Ereignisse. „Remote“ bedeutet, dass das Angebot über das Internet oder andere Fernkommunikation läuft.

Nach Angaben der Behörde wurde die Sperre mit sofortiger Wirkung verhängt. Sie bleibt bestehen, bis die Behörde überzeugt ist, dass das Online-Geschäft die Anforderungen erfüllt. Das Verfahren läuft nach Section 116 des Gambling Act 2005. Eine endgültige Entscheidung über die Lizenz ist damit nicht vorweggenommen.

Zwei Daten, die man nicht verwechseln sollte

Die Behörde hat die Maßnahme in ihrer Mitteilung vom 21. September 2026 bekannt gegeben. Im öffentlichen Lizenzregister nennt sie für die suspendierten Remote-Aktivitäten den 18. September 2026 als Enddatum. Die Mitteilung wurde damit später veröffentlicht als das im Register ausgewiesene Enddatum der bisherigen Remote-Aktivitäten.

Was mit Kontozugang und Auszahlungen gilt

Nach Angaben der Behörde hindert die Suspendierung das Unternehmen nicht daran, Kundinnen und Kunden den Zugang zu ihren Konten und Auszahlungen zu ermöglichen. Die Behörde erwartet zudem, dass der Anbieter seine Kundschaft fair behandelt und sie über Entwicklungen informiert, die sie betreffen. Ob im konkreten Einzelfall tatsächlich ausgezahlt wird, ist damit nicht geprüft, und eine Garantie für Auszahlungen folgt daraus nicht. Prüfe im Zweifel die Angaben des Anbieters und die Hinweise der Aufsichtsbehörde.

Warum Geldwäscheprävention eine Lizenzauflage ist

Wer Online-Wetten anbietet, muss nicht nur Wetten abwickeln, sondern auch Kontrollen zur Geldwäscheprävention einhalten. Dazu gehören abhängig von der Rechtsordnung die Identifizierung von Kundinnen und Kunden, die Beobachtung auffälliger Transaktionen und dokumentierte interne Abläufe. Eine Lizenz ist eine behördliche Erlaubnis, die an Bedingungen geknüpft ist. Diese Bedingungen muss ein Anbieter auch nach der Erteilung erfüllen.

Was das für Deutschland bedeutet

Eine britische Lizenz ist keine deutsche Erlaubnis. Für Angebote in Deutschland ist entscheidend, ob das konkrete Angebot über die amtliche Whitelist der erlaubten Anbieter gelistet ist. Vergleiche dabei das Unternehmen, die genaue Internetadresse und die angebotene Glücksspielart.

Die deutsche Glücksspielaufsicht ist außerdem nicht allein bei einer Stelle gebündelt: Neben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beaufsichtigen weitere Landesbehörden Teile des Angebots. Wie sich ein Angebot sauber prüfen lässt, erklärt unser Ratgeber Sportwetten-Lizenz in Deutschland: Was die GGL-Whitelist belegt.

Die britischen Regeln und das Verfahren nach Section 116 lassen sich nicht direkt auf Deutschland übertragen. Zuständigkeiten, Gesetze und Abläufe unterscheiden sich.

Quellen und Stand

Redaktionsstand: 23. September 2026. Grundlage sind zwei Veröffentlichungen der Gambling Commission:

Die Sperre ist eine laufende Aufsichtsmaßnahme und keine gerichtliche Feststellung.

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