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Sportwetten-Lexikon: Begriffe einfach erklärt
Was bedeutet ein Begriff in einer Wettanalyse? Hier findest du unsere eigenen Erklärungen zu Sportwetten, Statistik und zwölf Sportarten: in klaren Worten, mit Beispielen und wichtigen Unterschieden.
109 Begriffe.
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Wettbegriffe
24 Begriffe
1X2
Die Zeichen stehen üblicherweise für einen Sieg des zuerst genannten Teams, ein Unentschieden und einen Sieg des zweiten Teams. Diese Beschriftung bezeichnet drei mögliche Ausgänge desselben betrachteten Spielabschnitts. Bei neutralen Spielorten bedeutet die erste Position nicht automatisch einen Heimvorteil.
Gut zu wissenPrüfe beim Lesen, ob sich die Angabe auf die reguläre Spielzeit oder einen anderen Abschnitt bezieht.
Asiatisches Handicap
Eine Gruppe von Handicap-Formaten mit besonderen Regeln für die Abrechnung. Je nach Linie kann eine Bewertung vollständig oder teilweise ohne Gewinn und Verlust enden. Die Bezeichnung meint ein Format der Ergebnisbewertung und sagt nichts über die Herkunft der beteiligten Teams aus.
Gut zu wissenGanze, halbe und Viertellinien sind verschiedene Varianten. Ihre Bedingungen dürfen in einer Erklärung nicht vermischt werden.
Auszahlung und Nettogewinn
Eine Auszahlung bezeichnet den ausgezahlten Gesamtbetrag. Ein Nettogewinn meint den Betrag, der nach Abzug des zugehörigen Einsatzes und gegebenenfalls weiterer Kosten übrig bleibt. Deshalb kann dieselbe Zahl je nach verwendeter Bezeichnung etwas anderes bedeuten.
Gut zu wissenEin Bericht über „Gewinne“ ist ohne Angabe der eingesetzten Beträge nicht aussagekräftig.
Bankroll
Ein Fachwort für einen Geldbetrag, der dem Wetten zugeordnet wird. Es beschreibt zunächst nur einen betrachteten Bestand. Regeln für dessen Verwaltung werden häufig als Bankroll-Management bezeichnet; sie verändern jedoch nicht die Unsicherheit eines Sportereignisses.
Gut zu wissenEin benanntes Budget schützt nicht automatisch vor Geldverlusten oder problematischem Spielverhalten.
Beide Teams treffen
Diese Bezeichnung betrifft die Frage, ob beide beteiligten Mannschaften im festgelegten Zeitraum wenigstens einen Treffer erzielen. Sie enthält keine Aussage darüber, welches Team gewinnt oder wie viele Treffer insgesamt fallen. Am häufigsten begegnet sie in Fußballtexten.
Gut zu wissenEin 1:1 und ein 4:2 sind sehr unterschiedliche Ergebnisse, können aber dieselbe Aussage über Treffer beider Teams erfüllen.
Cash-out
Eine vom Anbieter angebotene vorzeitige Beendigung oder Abrechnung einer noch offenen Wette. Der dafür angezeigte Betrag folgt den Bedingungen und Berechnungen des Anbieters. Die Funktion kann eingeschränkt, ausgesetzt oder für ein bestimmtes Angebot nicht verfügbar sein.
Gut zu wissenCash-out ist keine Zusage, Verluste vermeiden zu können, und kein Ersatz für die ursprünglichen Abrechnungsregeln.
Doppelte Chance
Eine Bezeichnung, bei der zwei der drei üblichen 1X2-Ausgänge gemeinsam betrachtet werden. Welche beiden das sind, zeigt die Kombination der Zeichen. Der Ausdruck „doppelt“ beschreibt dabei die Zusammenfassung der Ausgänge und keine Verdopplung einer Gewinnchance im mathematischen Sinn.
Gut zu wissenDie Bezeichnung ist kein Hinweis darauf, dass ein Ereignis sicher oder ein Angebot risikolos wäre.
Draw No Bet
Ein Format, bei dem ein Unentschieden im maßgeblichen Spielabschnitt anders behandelt wird als Sieg oder Niederlage, üblicherweise als Rückzahlung des Einsatzes. Die Regel gehört zur Abrechnung des Angebots und ändert nichts am tatsächlichen Sportergebnis.
Gut zu wissenDie konkrete Definition des Spielabschnitts bleibt entscheidend. Verlängerung und reguläre Spielzeit sind nicht austauschbar.
Einsatz
Der Geldbetrag, der für eine Wette aufgewendet wird. Er ist vom möglichen Auszahlungsbetrag und von einem tatsächlichen Nettogewinn zu unterscheiden. In Artikeln werden diese Wörter manchmal ungenau verwendet, obwohl sie unterschiedliche Größen beschreiben.
Gut zu wissenBei einer verlorenen Wette kann der gesamte Einsatz verloren gehen.
Einzelwette
Eine einzelne Auswahl wird für sich abgerechnet. Ihr Ergebnis hängt nicht zusätzlich davon ab, wie weitere, getrennt abgegebene Auswahlen ausgehen. Der Begriff beschreibt die Struktur des Angebots; er ist keine Aussage über die Eintrittswahrscheinlichkeit des gewählten Ereignisses.
Gut zu wissenAuch eine einzelne Auswahl kann vollständig verlieren.
Favorit und Außenseiter
Als Favorit gilt ein Team oder eine Person, deren Erfolg im betrachteten Vergleich für wahrscheinlicher gehalten wird. Außenseiter bezeichnet die andere Seite dieser Einschätzung. Solche Rollen beruhen auf Erwartungen und können sich durch neue Informationen verändern.
Gut zu wissenFavorit ist kein offizieller Tabellenrang und kein Versprechen auf einen Sieg.
Handicap
Ein Handicap verändert ein Ergebnis rechnerisch durch eine vorgegebene Differenz. Das sportliche Ergebnis selbst bleibt unverändert. Der Begriff wird für verschiedene Bewertungsarten verwendet, die sich unter anderem darin unterscheiden, ob ein rechnerischer Gleichstand möglich ist und wie dieser behandelt wird.
Gut zu wissenEine Handicap-Angabe ist ohne Sportart, Vorzeichen, Höhe und Regelvariante nicht eindeutig.
Kombiwette
Mehrere Auswahlen werden in einer gemeinsamen Wette miteinander verbunden. Dadurch hängt die Abrechnung von mehr als einem Ereignis ab. Für nicht stattfindende Spiele, Rückzahlungen und andere Sonderfälle können zusätzliche Regeln gelten.
Gut zu wissenEine höhere mögliche Auszahlung geht nicht mit einer höheren Erfolgssicherheit einher. Mehrere unsichere Ereignisse bleiben unsicher.
Livewette
Eine Wette, die sich auf ein bereits laufendes Ereignis bezieht. Spielstand, angezeigte Daten und verfügbare Angebote können zu unterschiedlichen Zeitpunkten aktualisiert worden sein. Der Begriff „live“ bedeutet deshalb nicht, dass alle Beteiligten denselben Informationsstand haben.
Gut zu wissenBildübertragung und Datendienst können verzögert sein. Eine Live-Anzeige ist keine Echtzeitgarantie.
Marge und Overround
Overround bezeichnet den rechnerischen Überschuss, der entsteht, wenn sich die aus Quoten abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten eines vollständigen Marktes auf mehr als 100 Prozent summieren. Umgangssprachlich wird dafür oft „Marge“ verwendet. Dieser Wert entspricht nicht automatisch dem tatsächlich erzielten Gewinn eines Anbieters.
Gut zu wissenNur zusammengehörige Ausgänge mit denselben Bedingungen lassen sich auf diese Weise gemeinsam betrachten.
Pre-Match
Englischer Ausdruck für die Zeit vor dem Beginn eines Sportereignisses. In Texten kennzeichnet er häufig Daten, Einschätzungen oder Angebote, die vor dem Anpfiff oder Start vorlagen. Spätere Entwicklungen sind in einem solchen Stand noch nicht enthalten.
Gut zu wissenEine vor dem Spiel veröffentlichte Analyse sollte anhand ihres damaligen Informationsstands gelesen werden.
Push und Void
Beide Wörter begegnen bei Abrechnungen ohne normalen Gewinn- oder Verlustausgang. „Push“ bezeichnet häufig einen Gleichstand mit einer festgelegten Linie, „Void“ eine für ungültig erklärte Auswahl. Welche Folgen das insbesondere in Kombinationen hat, hängt von den vereinbarten Regeln ab.
Gut zu wissenUngültig, abgesagt und sportlich unentschieden sind verschiedene Sachverhalte.
Quote
Eine Quote beschreibt, welche Auszahlung für ein bestimmtes Wettangebot vereinbart ist. Sie gehört immer zu einem genau bezeichneten Ereignis und zu dessen Abrechnungsregeln. Eine Quote ist weder der Spielstand noch eine verbindliche Aussage darüber, wie wahrscheinlich ein Ergebnis tatsächlich ist.
Gut zu wissenZum Verständnis gehören auch Spielabschnitt und mögliche Ausschlüsse. Eine einzelne Zahl ohne diese Angaben ist unvollständig.
Quotenbewegung
Eine Veränderung einer Quote zwischen zwei Zeitpunkten. Neue Informationen, unterschiedliche Einschätzungen oder Entscheidungen des Anbieters können daran beteiligt sein. Aus der Bewegung allein lässt sich ihre Ursache nicht zuverlässig ablesen.
Gut zu wissenFür historische Vergleiche müssen Anbieter, Markt, Bedingungen und Zeitpunkt genannt sein. Eine alte Quote ist kein aktuelles Angebot.
Surebet
Bezeichnung für eine rechnerische Arbitrage zwischen unterschiedlichen Wettangeboten. Der Name vermittelt mehr Sicherheit, als die praktische Durchführung gewährleisten kann: unterschiedliche Regeln, Änderungen, Limits oder Stornierungen können das rechnerische Bild verändern.
Gut zu wissenDer Ausdruck beschreibt ein theoretisches Verhältnis von Angeboten. Er bedeutet nicht, dass eine reale Durchführung risikofrei wäre.
Systemwette
Mehrere Auswahlen werden in verschiedene Teilkombinationen aufgeteilt. Eine Systembezeichnung beschreibt, welche dieser Teilkombinationen berücksichtigt werden. Das Gesamtergebnis hängt sowohl von den zutreffenden Auswahlen als auch von der Verteilung auf die einzelnen Teile ab.
Gut zu wissenDass eine Teilkombination erfolgreich ist, bedeutet noch nicht, dass das gesamte System einen Gewinn ergibt.
Über/Unter
Hier wird eine gezählte Gesamtmenge mit einer festgelegten Grenze verglichen. Gemeint sein können zum Beispiel Tore, Punkte, Games oder andere ausdrücklich definierte Ereignisse. „Über“ und „Unter“ beziehen sich auf diese Menge, nicht darauf, welches Team sportlich gewinnt.
Gut zu wissenEine Torzahl für ein gesamtes Spiel ist etwas anderes als eine Torzahl für nur eine Halbzeit.
Value Bet
Ein Begriff für eine Wette, deren Quote nach einer bestimmten Einschätzung günstiger erscheint, als es die angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit erwarten ließe. Der entscheidende Punkt ist die Qualität dieser Wahrscheinlichkeitsschätzung. Wird sie überschätzt, kann auch die vermeintliche Vorteilhaftigkeit verschwinden.
Gut zu wissen„Value“ ist eine modellabhängige Bewertung, kein nachgewiesener Vorteil und keine Gewinnzusage.
Wettmarkt
Ein Wettmarkt ist eine bestimmte Frage zu einem Sportereignis mitsamt den dazugehörigen möglichen Ausgängen. Das Endergebnis, eine Punktesumme und ein einzelner Spielabschnitt sind unterschiedliche Märkte, auch wenn sie dieselbe Begegnung betreffen.
Gut zu wissenFür einen sinnvollen Vergleich müssen Frage, Zeitraum und Abrechnungsbedingungen übereinstimmen.
Statistik & Analyse
24 Begriffe
Backtest
Eine Auswertung, bei der eine Methode auf vergangene Daten angewendet wird. Dabei muss nachgebildet werden, welche Informationen zum damaligen Zeitpunkt tatsächlich verfügbar waren. Später bekannt gewordene Informationen können das Ergebnis sonst künstlich verbessern.
Gut zu wissenEin überzeugender Rücktest allein belegt weder zukünftige Zuverlässigkeit noch einen wirtschaftlichen Nutzen.
Datenstand
Der Datenstand beschreibt, wann Informationen vorlagen oder zuletzt abgerufen wurden. Davon zu unterscheiden ist der Zeitraum der enthaltenen Sportereignisse. Eine heute geladene Tabelle kann Ergebnisse von gestern oder noch älteren Begegnungen enthalten.
Gut zu wissenEin frischer Abruf macht ein altes Ergebnis nicht zu einem neuen Spiel.
Durchschnitt
Beim arithmetischen Durchschnitt werden alle betrachteten Werte addiert und durch ihre Anzahl geteilt. Jeder Wert geht mit demselben Gewicht ein. Einzelne sehr hohe oder niedrige Werte können den Durchschnitt deutlich verschieben.
Gut zu wissenDer Durchschnitt von 1, 2 und 9 ist 4. Keine der drei Beobachtungen muss selbst diesem Wert entsprechen.
Erwartungswert
Der theoretische Durchschnitt einer Zufallsgröße unter einer festgelegten Wahrscheinlichkeitsverteilung. Dafür werden mögliche Werte und ihre Wahrscheinlichkeiten gemeinsam betrachtet. Der Erwartungswert muss bei einer einzelnen Beobachtung nicht auftreten.
Gut zu wissenEr beschreibt eine Modellannahme für viele gedachte Wiederholungen, keinen sicheren Ausgang eines einzelnen Ereignisses.
Form
Eine Zusammenfassung der jüngsten Leistungen eines Teams oder einer Person. Je nach Auswertung können Ergebnisse, Punkte oder weitere Kennzahlen einfließen. Ohne Zeitraum und Berechnungsweise bleibt der Begriff unscharf.
Gut zu wissenFünf Siege gegen deutlich schwächere Gegner sagen etwas anderes aus als fünf gleichwertige Begegnungen. Form ist keine feste Eigenschaft.
H2H – direkter Vergleich
H2H fasst frühere Begegnungen derselben beiden Teams oder Personen zusammen. Der Vergleich kann zeigen, was damals geschah. Er erklärt allein aber nicht, weshalb es geschah oder ob die damaligen Bedingungen heute noch bestehen.
Gut zu wissenKader, Trainer, Platzoberfläche und zeitlicher Abstand können die Bedeutung alter Duelle stark verändern.
Implizite Wahrscheinlichkeit
Eine rechnerisch aus einer Quote abgeleitete Wahrscheinlichkeit. Sie beschreibt, welche Wahrscheinlichkeit in der Quotendarstellung steckt, bevor beispielsweise die gemeinsame Marge der Ausgänge berücksichtigt wird. Sie ist keine unabhängige Messung des sportlichen Ereignisses.
Gut zu wissenDie Darstellung aus einer Quote und die Einschätzung eines Analysemodells sind verschiedene Größen.
Kalibrierung
Kalibrierung beschreibt, ob vorhergesagte Wahrscheinlichkeiten langfristig zu beobachteten Häufigkeiten passen. Ereignisse, die ein Modell ähnlich wahrscheinlich nennt, werden dafür als Gruppe betrachtet. Eine richtige Einzelprognose reicht nicht aus, um ein Modell als gut kalibriert zu bezeichnen.
Gut zu wissenDie Prüfung braucht genügend Fälle und Daten, die nicht bereits zur Anpassung des Modells verwendet wurden.
Kausalität
Kausalität bedeutet einen Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Dafür genügt es nicht, zwei gleichzeitig auftretende Veränderungen zu beobachten. Andere Einflüsse, Auswahlfehler und zeitliche Abläufe müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Gut zu wissenEine veränderte Statistik nach einem Trainerwechsel beweist allein noch nicht, welcher Anteil der Veränderung durch den Trainer entstand.
Konfidenzintervall
Ein Intervall, das statistische Unsicherheit unter den Annahmen eines bestimmten Verfahrens ausdrückt. Bei einem 95-Prozent-Verfahren würden bei sehr vielen vergleichbaren Wiederholungen ungefähr 95 Prozent der so berechneten Intervalle den festen Zielwert abdecken.
Gut zu wissenEin solches Intervall ist keine 95-prozentige Zusage für den Ausgang des nächsten Sportereignisses.
Korrelation
Ein Maß dafür, wie Größen innerhalb einer Datenmenge gemeinsam variieren. Ein Zusammenhang kann positiv, negativ oder schwach ausgeprägt sein. Dass zwei Merkmale zusammen auftreten, erklärt noch nicht, welches davon das andere beeinflusst.
Gut zu wissenMehr Ballbesitz und mehr Siege können zusammenhängen, ohne dass jede zusätzliche Minute Ballbesitz einen Sieg verursacht.
Live-Daten
Angaben, die während eines laufenden Ereignisses aktualisiert werden. Zwischen dem Ereignis, der Erfassung, der Übermittlung und der Anzeige liegt eine Verzögerung. Zusätzlich können Korrekturen und Ausfälle auftreten.
Gut zu wissenDas Wort „live“ allein legt weder eine maximale Verzögerung noch eine vollständige Abdeckung fest.
Median
Der Median liegt in der Mitte einer nach Größe sortierten Datenreihe. Bei einer geraden Anzahl wird üblicherweise der Durchschnitt der beiden mittleren Werte verwendet. Er kann typische Größen anders beschreiben als der arithmetische Durchschnitt.
Gut zu wissenBei 1, 2 und 9 ist der Median 2. Das zeigt, warum „durchschnittlich“ ohne genauere Bezeichnung missverständlich sein kann.
Modell
Ein Modell ist eine vereinfachte Beschreibung von Zusammenhängen. Es verarbeitet ausgewählte Daten anhand festgelegter Regeln oder Annahmen. Was nicht als Information eingeht, kann ein Modell normalerweise auch nicht angemessen berücksichtigen.
Gut zu wissenVerletzungen, neue Aufstellungen oder ungewöhnliche Spielbedingungen können außerhalb eines einfachen Modells liegen.
Modellquote
Eine Quote, die aus der Wahrscheinlichkeitsschätzung eines Modells abgeleitet wird. Sie ist ein berechneter Vergleichswert und kein tatsächlich verfügbares Angebot. Das Wort „fair“ wird in diesem Zusammenhang für eine Darstellung ohne eingerechneten Aufschlag verwendet, nicht für eine geprüfte Richtigkeit.
Gut zu wissenWenn die Wahrscheinlichkeitsschätzung falsch ist, ist auch die daraus abgeleitete Modellquote unzuverlässig.
Overfitting
Ein Modell passt sich zu stark an Besonderheiten seiner bisherigen Daten an. Es kann diese Daten dann sehr gut beschreiben, auf neue Fälle aber schlecht übertragbar sein. Zufällige Muster werden dabei wie dauerhafte Zusammenhänge behandelt.
Gut zu wissenDie Leistung auf bislang ungenutzten Daten ist deshalb ein wichtiger Unterschied zur Leistung auf Trainingsdaten.
Poisson-Modell
Ein statistisches Modell für die Anzahl von Ereignissen in einem festgelegten Abschnitt. Bei einfachen Fußballmodellen wird es verwendet, um mögliche Torzahlen zu beschreiben. Seine Annahmen vereinfachen den tatsächlichen Spielverlauf erheblich.
Gut zu wissenRote Karten, taktische Veränderungen oder voneinander abhängige Torereignisse werden durch ein einfaches Modell nicht vollständig erfasst.
Primärquelle
Die unmittelbar zuständige oder ursprüngliche Quelle einer Information, beispielsweise eine offizielle Ergebnismeldung. Ein Artikel, der diese Meldung zusammenfasst, ist eine weitere Bearbeitungsstufe. Auch Originalangaben können später korrigiert werden.
Gut zu wissenEigene Erklärungen können unabhängig formuliert sein. Reale Ergebnisse und aktuelle Meldungen brauchen trotzdem nachvollziehbare Belege.
Siegquote
In einer Sportstatistik der Anteil gewonnener Spiele an den betrachteten Spielen. Dafür müssen Zähler, Nenner und Zeitraum zusammenpassen. Eine Siegquote beschreibt die Vergangenheit des ausgewählten Datensatzes und ist nicht automatisch die Wahrscheinlichkeit des nächsten Sieges.
Gut zu wissenBeispiel: 3 Siege aus 5 Spielen entsprechen 60 Prozent. Das ist ein fiktives Rechenbeispiel, keine Vorhersage.
Standardabweichung
Ein Streuungsmaß, das aus der Varianz abgeleitet wird und dieselbe Einheit wie die beobachteten Werte hat. Es macht Unterschiede in der Schwankungsbreite anschaulicher. Seine Aussage hängt davon ab, welche Beobachtungen einbezogen wurden.
Gut zu wissenEine Angabe in Punkten lässt sich leichter mit den ursprünglichen Punktzahlen vergleichen als eine Varianz in quadrierten Punkten.
Stichprobe
Die Auswahl von Beobachtungen, die eine Auswertung verwendet. Das können etwa fünf Spiele, eine Saison oder bestimmte Spielsituationen sein. Nicht nur die Anzahl, sondern auch die Auswahl beeinflusst, welche Schlussfolgerungen sinnvoll sind.
Gut zu wissenFünf Heimspiele beschreiben eine andere Auswahl als fünf Begegnungen an wechselnden Spielorten.
Varianz
Die Varianz beschreibt, wie stark Werte um ihren Mittelwert streuen. Zwei Datenreihen können denselben Durchschnitt haben und sich trotzdem sehr unterschiedlich verhalten. Bei kurzen Ergebnisserien können solche Schwankungen besonders auffallen.
Gut zu wissenEin ähnlicher Punktedurchschnitt bedeutet nicht, dass zwei Teams von Spiel zu Spiel gleich beständig sind.
Wahrscheinlichkeit
Eine Wahrscheinlichkeit beschreibt Unsicherheit auf einer Skala von null bis eins oder von null bis 100 Prozent. Bei Sportereignissen handelt es sich meist um eine Schätzung unter bestimmten Annahmen. Auch ein Ereignis mit hoher geschätzter Wahrscheinlichkeit kann ausbleiben.
Gut zu wissenEine Prozentzahl wirkt präzise, sagt aber ohne Herkunft und Methode wenig über ihre Verlässlichkeit aus.
Wilson-Intervall
Ein Verfahren zur Darstellung der Unsicherheit eines Anteils, etwa einer Siegquote. Es berücksichtigt die Anzahl der Beobachtungen und eignet sich auch für Anteile nahe null oder 100 Prozent. Es setzt allerdings ein vereinfachtes statistisches Modell der betrachteten Ergebnisse voraus.
Gut zu wissenUnsere Tennis-Auswertung bildet damit keine Gegnerstärke, Verletzungen oder wechselnde Spielbedingungen ab. Das Intervall ist keine Duell-Prognose.
Spielformate
7 Begriffe
Best of
Ein Format, bei dem eine Mehrheit einer festgelegten Höchstzahl von Spielen, Sätzen oder Maps zum Gesamtsieg nötig ist. Bei Best of 3 sind das zwei Erfolge. Eine Serie kann deshalb enden, bevor alle theoretisch möglichen Einheiten gespielt wurden.
Gut zu wissenEine gewonnene Map ist nicht automatisch eine gewonnene Serie. Welche Einheit gezählt wird, muss dabeistehen.
Hin- und Rückspiel
Zwei zusammengehörige Begegnungen derselben Gegner. Wenn sie eine gemeinsame Entscheidung bilden, wird das Gesamtergebnis nach den geltenden Wettbewerbsregeln bewertet. Ein einzelnes Spielergebnis und das Weiterkommen über beide Begegnungen sind dann unterschiedliche Aussagen.
Gut zu wissenZusatzregeln dürfen nicht aus früheren Spielzeiten übernommen werden, ohne ihren aktuellen Geltungsbereich zu prüfen.
K.-o.-System
Ein Turnierformat, bei dem eine Niederlage grundsätzlich zum Ausscheiden aus dem betrachteten Wettbewerbspfad führt. Die Entscheidung kann sich auf ein einzelnes Spiel, eine Serie oder mehrere zusammengehörige Begegnungen beziehen.
Gut zu wissenDas K.-o.-System eines Turniers ist nicht dasselbe wie ein K. o. als Kampfende im Boxen.
Playoffs
Eine nachgelagerte Wettbewerbsphase, in der ein Titel, ein Aufstieg oder eine andere Entscheidung ausgespielt wird. Dafür können einzelne Entscheidungsspiele oder Serien verwendet werden. Ein Tabellenplatz aus der vorherigen Phase und ein Playoff-Ergebnis beschreiben verschiedene Abschnitte.
Gut zu wissenRegeln wie Heimrecht oder Verlängerung können sich zwischen Hauptrunde und Playoffs unterscheiden.
Reguläre Spielzeit
Der gewöhnliche Spielabschnitt nach dem Regelwerk des jeweiligen Wettbewerbs. Eine mögliche Verlängerung wird davon getrennt betrachtet. Nachspielzeit kann dagegen Bestandteil der regulären Spielzeit sein, wie etwa im Fußball.
Gut zu wissenBei einem Ergebnis muss erkennbar sein, auf welchen Abschnitt es sich bezieht. Sonst können zwei richtige Angaben unterschiedlich aussehen.
Round Robin
Ein Wettbewerbsformat, in dem innerhalb einer Gruppe alle Teilnehmenden gegeneinander antreten. Ob es eine oder mehrere Begegnungen pro Paarung gibt, hängt vom Modus ab. Die Rangfolge ergibt sich nach den festgelegten Tabellen- und Gleichstandsregeln.
Gut zu wissenEine Gruppenphase kann ein Round Robin sein, muss aber nicht in jedem Turnier genauso organisiert sein.
Verlängerung / Overtime
Zusätzliche Spielzeit, die in bestimmten Wettbewerben nach einem Gleichstand folgt. Dauer, Spielerzahl und Art der Entscheidung können je nach Sportart und Turnierphase unterschiedlich sein. Verlängerung ist deshalb kein überall identisches Format.
Gut zu wissenIm Fußball ist die Nachspielzeit am Ende einer Halbzeit etwas anderes als eine spätere Verlängerung.
Fußball
4 Begriffe
Nachspielzeit
Zusätzliche Zeit innerhalb einer Halbzeit, die Unterbrechungen berücksichtigt. Sie gehört zum jeweiligen Spielabschnitt. Die angezeigte Zahl beschreibt normalerweise einen Mindestumfang; weitere Unterbrechungen können berücksichtigt werden.
Gut zu wissenNachspielzeit verlängert eine Halbzeit. Eine Verlängerung nach dem Ende eines Entscheidungsspiels ist ein eigener Abschnitt.
Tordifferenz
Die Zahl der erzielten Tore abzüglich der kassierten Gegentore. Sie fasst das Verhältnis der Tore als Differenz zusammen. Welche Rolle sie bei gleichem Punktestand in einer Tabelle spielt, legt das jeweilige Regelwerk fest.
Gut zu wissenEin Team mit 20:10 Toren und ein Team mit 35:25 Toren haben dieselbe Differenz, aber unterschiedliche Torprofile.
VAR
Die Abkürzung steht für Video Assistant Referee. Gemeint ist eine Unterstützung der Schiedsrichterentscheidung durch Videoauswertung in den dafür vorgesehenen Situationen. Ein VAR-Einsatz bedeutet nicht, dass jede einzelne Entscheidung eines Spiels automatisch überprüft wird.
Gut zu wissenBei einer Meldung ist zwischen einer laufenden Prüfung und einer endgültig bestätigten Entscheidung zu unterscheiden.
xG – erwartete Tore
Ein Modellwert, der die Qualität von Torchancen beschreibt. Für einen Schuss wird anhand ausgewählter Merkmale eine Torwahrscheinlichkeit geschätzt; mehrere Schüsse können anschließend zusammengefasst werden. Verschiedene Datenanbieter verwenden unterschiedliche Modelle.
Gut zu wissenxG ist weder ein tatsächlicher Torstand noch eine Zusage, wie viele Tore später fallen müssen.
Tennis
7 Begriffe
Ass
Ein regelgerechter Aufschlag, den die rückschlagende Person nicht mit dem Schläger berührt und durch den der Punkt direkt gewonnen wird. Die Zahl der Asse ist eine Teilinformation über den Aufschlag und kein vollständiger Leistungswert.
Gut zu wissenDie Gesamtzahl sollte zusammen mit gespielten Matches, Games und der Platzoberfläche betrachtet werden.
Break
Ein Break liegt vor, wenn die rückschlagende Person das Aufschlagspiel des Gegenübers gewinnt. Ein Breakball bezeichnet die Möglichkeit, diesen Gewinn mit dem nächsten Punkt zu erreichen. Die Zahl der Breakchancen und die Zahl tatsächlich verwandelter Chancen sind verschiedene Werte.
Gut zu wissenEin gewonnenes Tie-Break wird nicht einfach als gewöhnliches Break gezählt.
Game im Tennis
Ein Zählabschnitt aus mehreren Ballwechseln. In einem gewöhnlichen Game schlägt dieselbe Person auf; danach wechselt das Aufschlagrecht. Ein Game ist damit kleiner als ein Satz und nicht gleichbedeutend mit dem gesamten Match.
Gut zu wissenEin Satzstand von 6:4 nennt gewonnene Games und nicht die Gesamtzahl aller gewonnenen Ballwechsel.
Platzoberfläche
Die Oberfläche des Tennisplatzes, etwa Sand, Rasen oder Hartplatz. Sie gehört zu den Bedingungen eines Matches und kann unter anderem Ballabsprung und Bewegung beeinflussen. Auch innerhalb derselben Oberflächenart können sich Plätze und Bedingungen unterscheiden.
Gut zu wissenEin Formvergleich auf Sand und ein Formvergleich auf Hartplatz betrachten nicht automatisch dieselben Voraussetzungen.
Return
Der Rückschlag auf einen gegnerischen Aufschlag. Returnstatistiken beschreiben häufig, wie viele Punkte beim Rückschlag gewonnen wurden. Dabei können erster und zweiter Aufschlag des Gegners getrennt ausgewertet werden.
Gut zu wissenEine Returnquote ohne Anzahl der Punkte und ohne Gegnerkontext ist nur eingeschränkt vergleichbar.
Satz im Tennis
Mehrere Games bilden einen Satz. Das Spielformat legt fest, welche Zähl- und Tie-Break-Regeln gelten und wie viele gewonnene Sätze für das Match benötigt werden. Deshalb muss bei einem Tennisvergleich das konkrete Format bekannt sein.
Gut zu wissenDrei Sätze können aus sehr unterschiedlich vielen Games bestehen. Satzanzahl und Belastung sind nicht dieselbe Kennzahl.
Tie-Break im Tennis
Ein besonderer Zählabschnitt zur Entscheidung eines Satzes oder, in bestimmten Formaten, eines Matches. Die Punkte werden fortlaufend gezählt. Welche Zielpunktzahl gilt und wann dieser Abschnitt beginnt, hängt vom Wettbewerb und vom betroffenen Satz ab.
Gut zu wissenEin normaler Satz-Tie-Break und ein Match-Tie-Break können unterschiedliche Vorgaben haben.
Basketball
4 Begriffe
Assist im Basketball
Ein Pass, der nach der statistischen Wertung unmittelbar zu einem Korberfolg beiträgt. Ob ein Zuspiel als Assist zählt, richtet sich nach den Erfassungskriterien des Wettbewerbs oder Datenanbieters. Nicht jede sinnvolle Vorbereitung wird als Assist erfasst.
Gut zu wissenWerte aus verschiedenen Quellen können leicht voneinander abweichen, obwohl sie dasselbe Spiel betreffen.
Ballbesitz und Possession
Eine Angriffsphase einer Mannschaft. In Basketballstatistiken werden Possessions häufig rechnerisch geschätzt, um das Spieltempo und Werte je Angriff zu beschreiben. Ballbesitz meint hier nicht einfach die Zeitspanne, in der ein Spieler den Ball festhält.
Gut zu wissenMehr Punkte pro Spiel können aus mehr Angriffen entstehen. Das ist etwas anderes als mehr Punkte pro Angriff.
Pace
Eine Kennzahl für die Anzahl der Angriffe innerhalb einer standardisierten Spielzeit. Sie soll das Tempo verschiedener Spiele oder Teams vergleichbarer machen. Die genaue Berechnung und Bezugsdauer können zwischen Wettbewerben und Datenanbietern abweichen.
Gut zu wissenEin hoher Pace-Wert beschreibt viele Angriffe und nicht automatisch eine besonders effiziente Offensive.
Rebound
Das Sichern des Balls nach einem nicht erfolgreichen Wurf. Ein Rebound des angreifenden Teams erhält dessen Angriffsmöglichkeit, ein Rebound des verteidigenden Teams verändert die Spielsituation. Beide Arten werden in Statistiken häufig getrennt ausgewiesen.
Gut zu wissenMehr Rebounds können auch damit zusammenhängen, dass insgesamt mehr Würfe danebengingen.
Eishockey
4 Begriffe
Drittel
Einer der drei regulären Spielabschnitte im Eishockey. Drittelstände zeigen, in welchem Abschnitt Tore erzielt wurden. Eine anschließende Verlängerung gehört nicht zu einem dieser drei regulären Drittel.
Gut zu wissenEin Ergebnis nach zwei Dritteln ist ein Zwischenstand, auch wenn es wie ein gewöhnlicher Endstand dargestellt wird.
Fangquote
Der Anteil gehaltener beziehungsweise abgewehrter Schüsse an den als Schüsse auf das Tor gewerteten Versuchen. Dafür müssen dieselbe Erfassungsart und derselbe Zeitraum gelten. Schüsse neben das Tor gehören nicht automatisch zum Nenner.
Gut zu wissenEine Fangquote allein berücksichtigt nicht vollständig, wie schwierig die gegnerischen Abschlüsse waren.
Penaltyschießen
Ein Entscheidungsverfahren mit einzelnen Versuchen gegen den gegnerischen Torwart. Es kann nach einem Gleichstand zum Einsatz kommen, wenn der Wettbewerb es vorsieht. Seine Treffer werden je nach Statistik anders behandelt als Tore aus der regulären Spielzeit.
Gut zu wissenEin nach Penaltyschießen entschiedener Endstand darf nicht ohne Kennzeichnung als reguläres Spielergebnis verwendet werden.
Powerplay
Eine Spielsituation, in der eine Mannschaft aufgrund einer Strafe gegen den Gegner mit mehr Spielern auf dem Eis angreifen kann. Powerplay-Statistiken beschreiben solche Situationen gesondert. Dauer und Art der Strafe beeinflussen den tatsächlichen Verlauf.
Gut zu wissenEine hohe Trefferzahl aus wenigen Überzahlsituationen kann stark schwanken und ist keine feste Erfolgswahrscheinlichkeit.
Handball
3 Begriffe
Siebenmeter
Ein Strafwurf im Handball, der von der Siebenmeterlinie ausgeführt wird. Er ist eine eigene Spielsituation und wird in Auswertungen häufig getrennt von Würfen aus dem laufenden Spiel betrachtet.
Gut zu wissenEine Quote für Siebenmeter darf nicht mit einer allgemeinen Wurfquote gleichgesetzt werden.
Wurfquote
Der Anteil erfolgreicher Würfe an den betrachteten Wurfversuchen. Die Aussage hängt davon ab, welche Würfe gezählt werden und ob Teamwerte, Spielerwerte oder bestimmte Spielsituationen gemeint sind.
Gut zu wissenSechs Tore aus zehn Würfen ergeben im fiktiven Beispiel 60 Prozent. Das ist keine Vorhersage für den nächsten Wurf.
Zeitstrafe
Ein zeitweiliger Ausschluss aus dem Spiel. Dadurch kann sich die Zahl der auf dem Feld verfügbaren Spieler verändern. Welche Dauer und Folgen gelten, richtet sich nach Sportart und Regelwerk; hier ist der Handballzusammenhang gemeint.
Gut zu wissenDie Zahl der Zeitstrafen und die tatsächlich in Unterzahl verbrachte Zeit sind unterschiedliche Angaben.
American Football
5 Begriffe
Down
Ein einzelner Spielversuch im American Football. Mehrere Versuche bilden eine Folge, in der die angreifende Mannschaft ein vorgegebenes Raumgewinnziel erreichen möchte. Ein „First Down“ bezeichnet den Beginn einer neuen solchen Versuchsfolge.
Gut zu wissenDie Anzeige von Down und verbleibender Distanz beschreibt eine Spielsituation, nicht den Punktestand.
Drive
Eine zusammenhängende Angriffsserie eines Teams. Sie umfasst mehrere Spielversuche und endet beispielsweise mit Punkten oder einem Wechsel des Ballbesitzes. Drives können sehr unterschiedlich lang sein und unterschiedlich viel Spielzeit verbrauchen.
Gut zu wissenViele Yards in einem Drive bedeuten nicht zwangsläufig, dass daraus Punkte entstanden sind.
Touchdown
Ein Punktgewinn durch das regelgerechte Erreichen der gegnerischen Endzone beziehungsweise den dortigen Ballbesitz in der vorgeschriebenen Weise. In den üblichen Football-Formaten zählt ein Touchdown sechs Punkte. Ein möglicher Zusatzversuch wird getrennt behandelt.
Gut zu wissenDie Zahl der Touchdowns und der gesamte Punktestand eines Teams sind daher nicht gleichbedeutend.
Turnover
Ein Verlust des Ballbesitzes an den Gegner. Im Football werden damit insbesondere bestimmte Ballverluste wie abgefangene Pässe oder vom Gegner gesicherte freie Bälle beschrieben. Die genaue statistische Verwendung muss zum Kontext passen.
Gut zu wissen„Turnover“ wird auch im Basketball benutzt. Die Ereignisse hinter dem Wort unterscheiden sich zwischen den Sportarten.
Yard
Eine Längeneinheit, die im American Football unter anderem für Feldpositionen und Raumgewinn verwendet wird. Ein Yard entspricht 0,9144 Metern. Statistiken unterscheiden beispielsweise gewonnene Yards durch Lauf- und Passspiel.
Gut zu wissenDie zurückgelegte Laufstrecke einer Person ist nicht dasselbe wie der nach den Spielregeln verbuchte Raumgewinn.
Baseball
4 Begriffe
Hit
Ein statistisch gewerteter erfolgreicher Schlag, durch den der Schlagmann eine Base erreicht, ohne dass das Erreichen ausschließlich auf bestimmte Fehler oder andere gesondert bewertete Vorgänge zurückgeführt wird. Die offizielle Wertung entscheidet über die Zuordnung.
Gut zu wissenHit, Base und Run bezeichnen unterschiedliche Dinge und sollten in einer Ergebniszeile nicht vertauscht werden.
Inning
Ein Spielabschnitt des Baseballs mit grundsätzlich je einer Angriffsphase pro Team. Jede dieser Hälften endet normalerweise nach drei Aus. Bei bereits feststehendem Ergebnis kann eine sonst vorgesehene letzte Angriffsphase entfallen.
Gut zu wissenEin Inning ist kein Abschnitt mit festgelegter Dauer. Deshalb können Baseballspiele unterschiedlich lange dauern.
Pitcher
Der Spieler, der den Ball vom vorgesehenen Bereich in Richtung Schlagmann wirft. Der startende Pitcher und später eingesetzte Werfer können verschiedene Rollen haben. Ihre Einzelwerte bilden nicht automatisch die Leistung des gesamten Teams ab.
Gut zu wissenFür einen Vergleich ist wichtig, ob eine Statistik den Starter, alle Werfer oder nur einen bestimmten Spielabschnitt betrifft.
Run
Ein im Baseball erzielter Punkt, nachdem ein Läufer die erforderliche Folge der Bases regelgerecht abgeschlossen hat. Runs bestimmen das Ergebnis. Sie sind nicht mit Hits gleichzusetzen, denn nicht jeder erfolgreiche Schlag führt zu einem Punkt.
Gut zu wissenEine Mannschaft kann mehr Hits haben und trotzdem weniger Runs erzielen als ihr Gegner.
Volleyball
4 Begriffe
Rotation
Der vorgeschriebene Wechsel der Positionen in bestimmten Situationen des Volleyballspiels, insbesondere beim Gewinn des Aufschlagrechts durch das zuvor rückschlagende Team. Die Rotation ist nicht dasselbe wie ein beliebiger Spielerwechsel.
Gut zu wissenPositionsregeln und die Aufgaben einzelner Spieler helfen zu verstehen, warum eine Aufstellung nicht frei verändert werden kann.
Satz im Volleyball
Ein in sich abgeschlossener Abschnitt eines Volleyballmatches. Gewonnene Sätze bestimmen den Matchausgang, während die Punkte innerhalb eines Satzes gezählt werden. Die benötigte Zahl der Satzgewinne und die Punktziele hängen vom Format ab.
Gut zu wissenEin Satzstand von 3:1 verrät noch nicht, wie knapp die einzelnen Sätze waren.
Side-out
Ein im Volleyball verwendeter Begriff für den Erfolg des annehmenden Teams in einem Ballwechsel und den damit verbundenen Gewinn des Aufschlagrechts. Statistiken können beschreiben, wie häufig ein Team solche Situationen erfolgreich abschließt.
Gut zu wissenEine Side-out-Quote betrachtet eine bestimmte Ausgangssituation und nicht alle Ballwechsel gleichermaßen.
Tie-Break im Volleyball
Der entscheidende Satz, wenn beide Teams nach den vorherigen Sätzen gleichauf liegen. Er kann ein anderes Punktziel haben als die vorherigen Sätze. Hallenvolleyball und Beachvolleyball verwenden unterschiedliche Matchformate.
Gut zu wissenDass ein Match einen Entscheidungssatz erreicht, sagt allein nichts darüber, welches Team insgesamt mehr Punkte erzielt hat.
Darts
4 Begriffe
Average im Darts
Ein Durchschnittswert für erzielte Punkte, der im Darts häufig auf drei geworfene Darts bezogen wird. Er beschreibt das Scoring innerhalb der erfassten Würfe. Er allein zeigt nicht vollständig, wie erfolgreich die entscheidenden Abschlüsse waren.
Gut zu wissenDie Anzahl der Legs und Darts gehört zum Vergleich. Ein kurzer Ausschnitt kann einen ungewöhnlich hohen oder niedrigen Wert ergeben.
Checkout
Der regelgerechte Abschluss eines Legs. Eine Checkout-Quote beschreibt je nach Datendefinition erfolgreiche Abschlüsse im Verhältnis zu den dafür gezählten Versuchen. Sie betrachtet damit eine andere Aufgabe als das allgemeine Scoring.
Gut zu wissenEin hoher Average und eine niedrige Checkout-Quote können gleichzeitig vorkommen.
Leg
Eine einzelne Spieleinheit innerhalb eines Dartsmatches. In verbreiteten Formaten wird ein Ausgangswert heruntergespielt, bis die vorgeschriebene Abschlussbedingung erreicht ist. Ein Match kann nach gewonnenen Legs oder nach darüber zusammengefassten Sets entschieden werden.
Gut zu wissenEin Leg-Sieg ist daher nicht automatisch ein Matchsieg.
Set im Darts
Eine Gruppe von Legs, wenn ein Dartsturnier im Satzformat ausgetragen wird. Die Zahl nötiger Leg-Siege pro Set und Set-Siege pro Match richtet sich nach dem Wettbewerb. Andere Turniere verzichten auf diese zusätzliche Ebene.
Gut zu wissenEin Spielstand von 2:1 kann Sets oder Legs meinen. Ohne Beschriftung ist er nicht eindeutig.
Motorsport
5 Begriffe
DNF und DNS
DNF steht für „Did Not Finish“, DNS für „Did Not Start“. Die Kürzel unterscheiden also einen nicht beendeten von einem nicht begonnenen Einsatz. Wie ein ausgefallenes Fahrzeug klassifiziert wird, bestimmen die Regeln der Rennserie.
Gut zu wissenEin Ausfall ist kein fehlender Datensatz und nicht automatisch gleichbedeutend mit dem letzten klassifizierten Platz.
Pole Position
Die erste Position in der Startaufstellung nach den dafür geltenden Regeln. Sie kann einen sportlichen Vorteil bedeuten, ist aber noch kein Rennergebnis. Änderungen durch Strafen oder andere Entscheidungen können die endgültige Aufstellung beeinflussen.
Gut zu wissenDie Person mit der schnellsten gemessenen Runde muss nicht in jedem Fall auf der endgültigen Pole Position starten.
Qualifying
Ein Wettbewerbsteil, der nach den Regeln der Rennserie die Startpositionen bestimmt oder daran mitwirkt. Die spätere Startaufstellung kann durch weitere Regelentscheidungen verändert werden. Qualifying-Ergebnis und endgültiger Startplatz sind deshalb nicht immer identisch.
Gut zu wissenDie schnellste Qualifying-Runde ist keine Messung der gesamten späteren Rennleistung.
Sprint
Ein kürzeres Rennformat innerhalb eines Veranstaltungsprogramms. Ablauf, Wertung und Auswirkungen auf andere Sitzungen unterscheiden sich zwischen Rennserien und Saisonregeln. „Sprint“ bezeichnet deshalb kein überall gleich langes Rennen.
Gut zu wissenSprint-Ergebnis, Startaufstellung und Ergebnis des Hauptrennens sind getrennte Angaben.
Stint
Ein zusammenhängender Abschnitt eines Renneinsatzes, häufig zwischen zwei Boxenstopps oder Fahrerwechseln. In Analysen werden beispielsweise Reifen, Rundenzeiten und Bedingungen eines Stints gemeinsam betrachtet.
Gut zu wissenZwei Stints mit unterschiedlichem Verkehr, Wetter oder Reifenalter sind nicht unmittelbar gleichwertig.
Boxen
4 Begriffe
Gewichtsklasse
Eine Einteilung von Kämpfern nach festgelegten Gewichtsgrenzen. Bezeichnungen und Grenzen können sich je nach Verband und Format unterscheiden. Die Gewichtsklasse ist deshalb Teil der Beschreibung eines konkreten Kampfes.
Gut zu wissenGleich klingende Klassen müssen über verschiedene Regelwerke hinweg nicht völlig deckungsgleich sein.
K. o. / Knockout
Eine Art des vorzeitigen Kampfendes nach dem anwendbaren Regelwerk. Der Kampf wird dabei nicht bis zu einer gewöhnlichen abschließenden Punktentscheidung fortgesetzt. Für die genaue Einordnung ist die offiziell bestätigte Ergebnisart maßgeblich.
Gut zu wissenEin K. o. im Boxen und ein K.-o.-Turnierformat sind zwei unterschiedliche Bedeutungen derselben Abkürzung.
Punktentscheidung
Ein Kampfergebnis auf Grundlage der Wertungen der zuständigen Kampfrichter. Je nachdem, wie deren Einzelwertungen zusammenpassen, werden verschiedene Arten der Entscheidung unterschieden. Sie beschreibt die offizielle Bewertung und nicht bloß eine Gesamtsumme gelandeter Treffer.
Gut zu wissenEine Boxstatistik über Treffer ersetzt nicht die vollständigen Wertungskriterien eines Kampfes.
Technischer K. o.
Ein vorzeitiges Kampfende durch Abbruch unter den dafür vorgesehenen Regeln, etwa wenn eine Fortsetzung nicht zugelassen wird. Es wird vom gewöhnlichen Knockout und von einer Punktentscheidung unterschieden. Die offiziellen Regeln bestimmen die genaue Ergebnisbezeichnung.
Gut zu wissenKO, TKO und andere Abbrucharten sollten in Statistiken nur dann zusammengefasst werden, wenn das ausdrücklich erklärt ist.
E-Sports
6 Begriffe
Draft
Eine Auswahlphase, in der Teams nach den Regeln des jeweiligen Spiels bestimmte Figuren, Karten oder andere Elemente wählen beziehungsweise ausschließen. Welche Entscheidungen möglich sind und in welcher Reihenfolge sie erfolgen, hängt vom Titel und Turnierformat ab.
Gut zu wissenDer Begriff ist spielübergreifend verbreitet, meint aber nicht überall denselben Ablauf.
KDA
Eine Darstellung von Kills, Deaths und Assists. Sie kann als Folge von drei Zahlen oder als daraus berechnete Kennzahl erscheinen. Die genaue Formel und der Umgang mit null Deaths sind nicht bei jedem Spiel oder Anbieter gleich.
Gut zu wissenKDA allein beschreibt weder sämtliche Teamaufgaben noch den vollständigen Beitrag zum Partiegewinn.
Map
Die Spielumgebung einer Partie. In manchen E-Sport-Auswertungen bezeichnet „eine Map“ außerdem die einzelne gespielte Einheit innerhalb einer Serie. Die Bedeutung hängt vom Spiel ab und lässt sich nicht unverändert zwischen allen Titeln übertragen.
Gut zu wissenUnsere Dota-2-Auswertung betrachtet einzelne Partien beziehungsweise Maps, nicht automatisch vollständige Turnierserien.
Meta im E-Sports
Ein Ausdruck für verbreitete Spielweisen und Auswahlmuster, die im aktuellen Umfeld als besonders wirkungsvoll gelten. Sie entstehen durch Regeln, Patchstand und das Verhalten der Spielenden und können sich verändern.
Gut zu wissenMeta ist keine feste Eigenschaft eines Teams und keine Garantie, dass eine häufige Spielweise in jeder Partie funktioniert.
Patch
Eine Aktualisierung der Spielsoftware. Sie kann Fehler beheben, Inhalte verändern oder die Balance zwischen Spielfiguren, Gegenständen und Mechaniken verschieben. Daten aus verschiedenen Patchständen können deshalb unterschiedliche Voraussetzungen beschreiben.
Gut zu wissenEin Vergleich über mehrere Updates hinweg sollte deutlich machen, welche Versionen enthalten sind.
Roster
Die für ein Team betrachtete Spielerbesetzung. Ein Teamname kann gleich bleiben, obwohl sich mehrere Mitglieder geändert haben. Ergebnisse verschiedener Besetzungen beschreiben deshalb nicht zwangsläufig dieselbe sportliche Einheit.
Gut zu wissenStand-in bezeichnet häufig eine vorübergehend eingesetzte Vertretung. Solche Wechsel gehören zum Kontext einer Formstatistik.
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So liest du die Erklärungen
Die Texte wurden für Sportwetten FUN eigenständig formuliert. Rechenbeispiele sind vereinfachte Beispiele, keine realen Prognosen. Regeln einzelner Wettbewerbe und die Bedingungen eines konkreten Angebots können abweichen. Allgemeine Begriffe ersetzen deshalb keine Prüfung des konkreten Formats.
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