Match-Analyse Tennis
Wiens vier Einzel-Viertelfinals endeten alle in zwei Sätzen
Inhaltlich überarbeitet: 31.10.2026

Am Freitag, 30. Oktober 2026, endeten alle vier Einzel-Viertelfinals der Erste Bank Open in Wien nach zwei Sätzen. Die Ergebnisse zeigen aber unterschiedliche Grade an Deutlichkeit: Alexander Zverev gab nur zwei Spiele ab, während Tommy Paul gegen Carlos Alcaraz zehn Spiele gewann. Zwei Sätze bedeuteten also nicht automatisch einen engen oder einen einseitigen Matchverlauf.
Die offizielle Resultatseite des Turniers führt die vier Begegnungen als Viertelfinals des siebten Turniertags. Diese Auswertung umfasst ausschließlich die vier Einzel-Viertelfinals, nicht die Doppel desselben Tages. Im Einzel gewinnt hier, wer zuerst zwei Sätze holt. Bei einem Satzstand von 1:1 wäre ein dritter Satz nötig; diesmal gewann jeder Sieger beide gespielten Sätze.
Wiener Viertelfinals am 30. Oktober 2026: Satzstände, Games und Matchdauer
| Partie | Satzergebnisse | Games Sieger/Verlierer | Dauer |
|---|---|---|---|
| De Minaur – Berrettini | 7:6(4), 6:2 | 13:8 | 1:46:04 |
| Zverev – Fery | 6:0, 6:2 | 12:2 | 0:58:46 |
| Alcaraz – Paul | 6:4, 7:6(2) | 13:10 | 1:50:11 |
| Medvedev – Mannarino (Q) | 6:2, 6:3 | 12:5 | 1:35:24 |
Welche Siege waren nach Games am deutlichsten?
Die Spielstände legen Zverevs Viertelfinale als klarsten Sieg nahe. Er bezwang Arthur Fery mit 6:0, 6:2 und gewann damit zwölf Games, während Fery zwei holte. Auch die Dauer war die kürzeste des Quartetts: 58 Minuten und 46 Sekunden.
Daniil Medvedev setzte sich gegen Adrian Mannarino, der in der offiziellen Resultatliste mit „Q“ als Qualifikant markiert ist, mit 6:2, 6:3 durch. Das ergibt zwölf Games für Medvedev und fünf für Mannarino. Bei Alex de Minaur gegen Matteo Berrettini stand es nach zwei Sätzen 13:8, bei Carlos Alcaraz gegen Tommy Paul 13:10.
Hier hilft eine Unterscheidung: Die Zahlen 8, 2, 10 und 5 bezeichnen jeweils die Games, die der jeweilige Sieger insgesamt abgab. Sie sind nicht die Game-Differenz. Zieht man die Games des Gegners von denen des Siegers ab, lauten die Abstände in dieser Reihenfolge: De Minaur plus fünf, Zverev plus zehn, Alcaraz plus drei und Medvedev plus sieben Games.
Über alle vier Matches zusammen gewannen die Sieger 50 Games und gaben 25 ab. Die Summe beschreibt nur diese vier Viertelfinals. Sie sagt nicht, dass die Begegnungen ähnlich verliefen: Zwischen Zverevs 12:2 und Alcaraz’ 13:10 liegt ein deutlicher Unterschied, auch wenn beide Matches in zwei Sätzen endeten.
Warum zwei Sätze nicht immer einen kurzen oder einfachen Matchverlauf bedeuten
Zwei der vier Begegnungen enthielten einen Tie-Break, ein besonderes Entscheidungsspiel bei 6:6 im Satz. De Minaur gewann den ersten Satz gegen Berrettini mit 7:6(4). Alcaraz entschied den zweiten Satz gegen Paul mit 7:6(2). Die Zahlen in Klammern geben dabei die Punkte des Verlierers im Tie-Break an; sie sind keine zusätzlichen Games.
Auch die Dauer ordnet die Ergebnisse ein. Alcaraz gegen Paul war mit 1:50:11 das längste Match, Zverev gegen Fery mit 0:58:46 das kürzeste. Die Differenz beträgt 51 Minuten und 25 Sekunden. Zusammengerechnet dauerten die vier Partien 6:10:25; im Mittel waren das rund 1:32:36 pro Match.
Die Dauer allein erklärt jedoch nicht, warum ein Match länger war. Ohne geprüfte Angaben etwa zu Aufschlägen, Ballwechseln oder Return-Punkten lässt sich aus der Spielzeit nicht ableiten, welche Faktoren dafür entscheidend waren. Sie ist hier eine zusätzliche Vergleichszahl, kein Maß für die Spielqualität.
Dass alle vier Sieger in zwei Sätzen gewannen, erzählt ebenfalls nicht die ganze Geschichte. Ein Satz mit 7:6 kann umkämpft sein, während der nächste Satz klarer ausfällt. Umgekehrt beschreibt ein Ergebnis wie 6:2, 6:3 zwar einen Abstand bei den Games, aber nicht, wie eng einzelne Spiele oder Punkte waren. Wer Tennisstände liest, sollte daher Sätze, Games und Dauer getrennt betrachten. Eine kurze Einführung in diese Zählweisen findest du in unserem Beitrag Punkte, Spiele und Sätze im Tennis.
Die Halbfinals folgen am Samstag
Der offizielle Spielplan für Samstag, 31. Oktober, setzt Daniil Medvedev gegen Carlos Alcaraz auf dem Centre Court für „not before“ 15:00 Uhr an. Das heißt: Das Match soll nicht vor diesem Zeitpunkt beginnen. Alexander Zverev gegen Alex de Minaur ist dort für „not before“ 16:30 Uhr vorgesehen und kann entsprechend später starten. Die Zeiten sind Ortszeit Wien, am 31. Oktober wie in Deutschland MEZ (UTC+1).
Die Zahlen neben den Namen in Klammern auf den offiziellen Seiten bezeichnen die Setznummern. Sie sind nicht mit einer Aussage über die aktuelle Weltrangliste gleichzusetzen. Die Viertelfinalresultate und der Spielplan geben den Rahmen für die Halbfinals vor, erlauben aber keine sichere Aussage über deren Ausgang.
Quellen & Datenstand
Die Resultate und Matchdauern stammen von der offiziellen Ergebnisseite der Erste Bank Open; die Halbfinalansetzungen vom offiziellen Spielplan. Beide Seiten wurden am 31.10.2026 geprüft. Die Games je Spieler, Differenzen, Gesamtdauer und Durchschnittsdauer sind aus den dort angeführten Ergebnissen und Zeiten berechnet.