Tennis
Wiener Halbfinals dauerten zusammen 4 Stunden und 7 Minuten bei 53 Games

Die beiden Einzel-Halbfinals der Erste Bank Open in Wien dauerten am Samstag, 31. Oktober 2026, zusammen 4 Stunden, 7 Minuten und 23 Sekunden. In den beiden Matches wurden 53 Games gespielt. Das ergibt sich aus den offiziellen Satzergebnissen und Matchzeiten. Die Summe sagt jedoch nicht, wie lang einzelne Ballwechsel waren oder wie eng die Spiele auf dem Platz verliefen.
Ein Vergleich mit den Halbfinals der Swiss Indoors in Basel zeigt, warum die Game-Zahl allein die Dauer nicht erklärt: Auch dort kamen die beiden Einzelmatches zusammen auf 53 Games und fünf Sätze. Die offizielle Turnierseite weist die Matchzeiten jedoch nur in Stunden und Minuten aus. Nach diesen Angaben waren die beiden Basler Partien zusammen ungefähr 40 Minuten kürzer als die Wiener.
Im Tennis bezeichnet ein Game einen einzelnen Abschnitt innerhalb eines Satzes. Die Zahlen eines Satzergebnisses geben an, wie viele Games die beiden Spieler in diesem Satz gewonnen haben. Für die hier verwendete Summe werden die Zahlen eines Satzes addiert. Ein Satz mit dem Ergebnis 7:6 zählt somit als 13 Games. Die Punkte im Tie-Break kommen nicht noch einmal als zusätzliche Games obendrauf. Mehr zu solchen Zählweisen findest du im Beitrag über Zahlen im Sportwetten-Kontext.
Die Resultate und Spielzeiten im Vergleich
In Wien besiegte Alex de Minaur Alexander Zverev mit 6:4, 1:6 und 7:6(4). Das Match dauerte laut offizieller Resultatseite 2:30:59. Carlos Alcaraz setzte sich gegen Daniil Medvedev mit 6:4 und 7:6(2) durch. Für dieses Halbfinale weist die Seite 1:36:24 aus.
| Turnier | Einzel-Halbfinale | Ergebnis und Games | Dauer |
|---|---|---|---|
| Wien | de Minaur – Zverev | 6:4, 1:6, 7:6(4) · 30 Games | 2:30:59 |
| Wien | Alcaraz – Medvedev | 6:4, 7:6(2) · 23 Games | 1:36:24 |
| Basel | Vacherot – Fritz | 7:6(5), 6:3 · 22 Games | 1:26 |
| Basel | Lehecka – Struff | 3:6, 7:5, 6:4 · 31 Games | 2:01 |
Die Wiener Gesamtzeit von 4:07:23 ist eine eigene Addition der beiden offiziellen Matchzeiten. Geteilt durch zwei ergibt das im Durchschnitt 2:03:41,5 pro Halbfinale. Das ist ein rechnerischer Mittelwert, keine zusätzliche Turnierangabe.
Für Basel meldet die offizielle Resultatseite 1:26 für Valentin Vacherot gegen Taylor Fritz und 2:01 für Jiri Leheckas Sieg gegen Jan-Lennard Struff. Die veröffentlichten Minutenangaben ergeben 3:27 Stunden. Gegenüber Wiens 4:07:23 sind das ungefähr 40 Minuten weniger. Eine sekundengenaue tatsächliche Differenz lässt sich ohne Sekundenangaben für Basel nicht bestimmen; die Seite erläutert hier auch keine Rundungsmethode.
Wie sich die 53 Games je Stadt ergeben
Für Wien ergibt sich die Game-Zahl aus den beiden Matchverläufen:
- De Minaur gegen Zverev: 6 + 4 = 10 Games im ersten Satz, 1 + 6 = 7 im zweiten und 7 + 6 = 13 im dritten. Zusammen sind das 30 Games.
- Alcaraz gegen Medvedev: 6 + 4 = 10 Games im ersten Satz und 7 + 6 = 13 im zweiten. Zusammen sind das 23 Games.
Die Addition lautet also 30 + 23 = 53 Games.
In Basel ergibt sich dieselbe Summe, aber eine andere Verteilung:
- Vacherot gegen Fritz: 7:6 bedeutet 13 Games, 6:3 weitere 9. Zusammen sind das 22 Games.
- Lehecka gegen Struff: 3:6 ergibt 9 Games, 7:5 ergibt 12 und 6:4 ergibt 10. Zusammen sind das 31 Games.
Damit kommt Basel ebenfalls auf 22 + 31 = 53 Games. Wer sich mit dem Aufbau von Tennis-Ergebnissen vertraut machen möchte, findet weitere Grundlagen im Tennis-Lexikon.
Gleiche Summe, andere Verteilung
In beiden Städten gingen die zwei Halbfinals zusammen über fünf Sätze. In Wien waren es drei Sätze bei de Minaur gegen Zverev und zwei bei Alcaraz gegen Medvedev. In Basel endete Vacherots Match nach zwei Sätzen, während Lehecka und Struff drei Sätze spielten.
Auch bei den Tie-Breaks gab es einen Unterschied: In Wien wurden zwei Sätze im Tie-Break entschieden – der dritte Satz zwischen de Minaur und Zverev mit 7:6(4) sowie der zweite Satz zwischen Alcaraz und Medvedev mit 7:6(2). In Basel gab es einen Tie-Break: Vacherot gewann den ersten Satz gegen Fritz mit 7:6(5).
Die gleich hohe Game-Summe verdeckt also, wie unterschiedlich sie zustande kam. In Wien entfielen 30 der 53 Games auf ein Match; in Basel waren es 31. Das längste Match in Wien dauerte 2:30:59. In Basel war das Match zwischen Lehecka und Struff mit 2:01 das längere der beiden, obwohl es nach der angegebenen Spielzeit kürzer war als de Minaurs Halbfinale.
Was die Zahlen über Matchdauer aussagen – und was nicht
Die offiziellen Angaben belegen, wie lange die Matches dauerten und wie die Sätze endeten. Sie zeigen nicht, warum ein Match länger oder kürzer war. Dafür wären weitere Daten nötig, etwa zur Dauer einzelner Ballwechsel und Pausen. Aus dem Satzergebnis allein lässt sich nicht ablesen, wie lange die Spieler um die einzelnen Games kämpften.
Auch eine Game-Summe ist keine Aussage darüber, dass ein Match gleichmäßig verlief. Ein Ergebnis kann viele Games enthalten, obwohl einzelne Sätze deutlich ausfallen. Umgekehrt kann ein knapper Satz die Game-Zahl erhöhen, ohne dass daraus unmittelbar auf die Gesamtdauer geschlossen werden kann. Für die Einordnung gilt daher: Games zählen Spielabschnitte, die Matchzeit misst die verstrichene Dauer. Beides beschreibt unterschiedliche Aspekte eines Tennisspiels.
Die Werte hier sind eine Auswertung von vier konkreten Halbfinals, keine allgemeine Regel für künftige Spiele. Ein anderer Spielverlauf kann bei derselben Zahl an Games zu einer anderen Dauer führen. Und eine längere Spielzeit allein erklärt weder die Qualität eines Matches noch den Ausgang eines späteren Spiels.
Die Finals am Sonntag
Der Wiener Spielplan für Sonntag, 1. November, führt das Einzel-Finale de Minaur gegen Alcaraz auf dem Centre Court nicht vor 14:00 Uhr und das Doppel-Finale ab 11:30 Uhr. Der Basler Spielplan nennt Lehecka gegen Vacherot nicht vor 15:30 Uhr, nach dem Doppel-Finale ab 13:00 Uhr. Alle diese Zeiten sind Ortszeit Wien beziehungsweise Basel, also MEZ (UTC+1); in Nicosia ist es jeweils eine Stunde später. „Nicht vor“ ist eine früheste Ansetzung, kein garantierter tatsächlicher Beginn.
Das geplante Programm des Finaltags ist nicht Teil der Halbfinal-Auswertung. Der Vergleich bleibt auf diese vier abgeschlossenen Halbfinals begrenzt: gleiche Game-Summe und gleiche Zahl an Sätzen, aber unterschiedliche Matchzeiten und Verteilung der Games.
Quellen & Datenstand
Offizielle Resultate und Spielplan, geprüft am Morgen des 1. November 2026: Erste Bank Open – Resultate vom 31. Oktober, Erste Bank Open – Spielplan, Swiss Indoors Basel – Resultate und Swiss Indoors Basel – Tableau. Die Summen der Spielzeiten und Games sowie der Durchschnitt für Wien sind eigene Berechnungen aus den veröffentlichten Ergebnissen. Basel veröffentlicht die Matchzeiten hier nur in Stunden und Minuten, ohne Sekunden oder erklärte Rundungsmethode.