Darts
Gary Anderson liegt 2000 Pfund hinter der Minehead-Qualifikationsmarke
Inhaltlich überarbeitet: 02.11.2026

Nach Players Championship 32 liegt Gary Anderson auf Rang 68 der Players Championship Order of Merit. Mit £29.750 fehlen ihm £2.000 bis zur vorläufigen Qualifikationsmarke für die Finals in Minehead. Zwei Turniere bleiben: Players Championship 33 am Mittwoch, 04.11.2026, und Players Championship 34 am Donnerstag, 05.11.2026. Beide finden in der Mattioli Arena in Leicester statt.
Die besten 64 der abschließenden Rangliste qualifizieren sich für die Players Championship Finals. Das Turnier ist für den 27. bis 29.11.2026 in Butlin’s Minehead angesetzt. Die aktuelle Marke ist aber noch keine endgültige Grenze: Auch die Spieler knapp vor Anderson können in Leicester weiteres Preisgeld sammeln.
Was Anderson und seine Verfolger rechnerisch brauchen
Die Order of Merit zählt das Preisgeld aus den Players Championship-Turnieren. Nach PC32 steht Wesley Plaisier mit £31.750 auf Rang 64. Die folgende Tabelle vergleicht den Stand nach PC32 mit einem einfachen Rechenszenario: Welche Runde müsste ein Spieler in einem der beiden verbleibenden Turniere mindestens erreichen, um die jetzige Marke zu übertreffen?
Players Championship Order of Merit nach PC32 und Mindestszenario gegen die aktuelle Marke von £31.750
| Rang und Spieler | Preisgeld nach PC32 | Abstand zur Marke | Mindestszenario in einem Turnier |
|---|---|---|---|
| 57 Michael Smith | £35.750 | £4.000 darüber | bereits darüber |
| 58 Gerwyn Price | £34.000 | £2.250 darüber | bereits darüber |
| 60 Ritchie Edhouse | £33.500 | £1.750 darüber | bereits darüber |
| 61 Mike De Decker | £33.250 | £1.500 darüber | bereits darüber |
| 62 Bradley Brooks | £32.500 | £750 darüber | bereits darüber |
| 63 David Sharp | £32.500 | £750 darüber | bereits darüber |
| 64 Wesley Plaisier | £31.750 | aktuelle Marke | Marke nach PC32 |
| 65 Henry Coates | £31.250 | £500 zurück | Last 64: £32.500 |
| 66 Madars Razma | £30.250 | £1.500 zurück | Last 32: £32.250 |
| 67 Mario Vandenbogaerde | £30.000 | £1.750 zurück | Last 32: £32.000 |
| 68 Gary Anderson | £29.750 | £2.000 zurück | Last 16: £32.750 |
| 78 Nathan Aspinall | £26.500 | £5.250 zurück | Halbfinale: £33.000 |
| 80 Josh Rock | £26.000 | £5.750 zurück | Halbfinale: £32.500 |
| 81 Raymond van Barneveld | £25.750 | £6.000 zurück | Halbfinale: £32.250 |
| 86 Peter Wright | £23.750 | £8.000 zurück | Finale: £33.750 |
| 91 Ryan Joyce | £22.500 | £9.250 zurück | Finale: £32.500 |
| 119 Dimitri Van den Bergh | £13.250 | £18.500 zurück | Ein Sieg reicht nicht: £28.250 |
So liest du die Tabelle: „Last 16“ bedeutet, dass ein Spieler das Achtelfinale erreicht. Die Beträge in der letzten Spalte addieren das Preisgeld dieser Runde zum bisherigen Stand. Sie zeigen nur, ob der Spieler damit die aktuelle Marke von £31.750 übertreffen würde. Sie sind keine Vorhersage der endgültigen Rangliste.
Für einen Last-16-Einzug gibt es £3.000. Damit käme Anderson auf £32.750 und läge £1.000 über Plaisier’ jetzigem Stand. Das ist der kürzeste klare Ein-Turnier-Weg für ihn. Der Betrag wäre jedoch keine Qualifikationsgarantie: Wenn mehrere Spieler über ihm ebenfalls starke Ergebnisse erzielen, kann die Grenze steigen.
Die Preisgeldstufen pro Turnier machen den Unterschied zwischen den Szenarien aus. Ein Halbfinale bringt £6.500, ein Finale £10.000 und ein Turniersieg £15.000. Für ein Viertelfinale gibt es £4.000, für die Runde der letzten 32 £2.000 und für die letzten 64 £1.250. Die Beträge gelten je Turnier, nicht zusätzlich für jede zuvor erreichte Runde.
Aspinall, Rock und Wright brauchen einen tieferen Lauf
Nathan Aspinall steht auf Rang 78 und liegt £5.250 hinter der jetzigen Marke. Ein Halbfinale bringt ihn rechnerisch auf £33.000. Das würde die aktuelle Grenze übertreffen, lässt aber offen, wie viel die Spieler um Rang 64 in Leicester noch verdienen.
Josh Rock liegt mit £26.000 auf Rang 80. Ein Halbfinale würde seinen Stand auf £32.500 heben. Raymond van Barneveld käme mit derselben Runde von £25.750 auf £32.250. Für beide gilt: Der Sprung über den heutigen Grenzwert allein sagt noch nicht, ob sie am Ende unter den besten 64 stehen.
Peter Wright hat weniger Spielraum. Der Schotte steht auf Rang 86 und liegt £8.000 hinter Plaisier’ jetzigem Betrag. Ein Halbfinale bringt £6.500 und damit insgesamt £30.250, also noch unter die aktuelle Marke. Erst ein Finale mit £10.000 Preisgeld ergäbe £33.750. Auch Ryan Joyce auf Rang 91 müsste für einen Ein-Turnier-Weg mindestens das Finale erreichen: Mit den dafür vorgesehenen £10.000 käme er auf £32.500.
Bei Dimitri Van den Bergh reicht ein einzelner Turniersieg nicht: £13.250 + £15.000 = £28.250. Zwei Siege sind aber nicht nötig, um die heutige Marke rechnerisch zu übertreffen. Beispielsweise ergäben ein Sieg und ein Viertelfinale £13.250 + £15.000 + £4.000 = £32.250. Auch zwei Finaleinzüge ergäben £33.250. Das sind mögliche Rechenwege gegen den heutigen Betrag, keine Prognosen oder Qualifikationsgarantien.
Auch Spieler innerhalb der Top 64 sind noch nicht sicher
Die Grenze betrifft nicht nur die Verfolger. Michael Smith steht mit £35.750 auf Rang 57 und hat nach heutigem Stand £4.000 Vorsprung auf Plaisier. Gerwyn Price liegt mit £34.000 auf Rang 58, sein Polster beträgt £2.250. Ritchie Edhouse und Mike De Decker stehen auf den Rängen 60 und 61. Bradley Brooks und David Sharp haben mit je £32.500 nur £750 Abstand zur Marke.
Plaisier hält derzeit den letzten Qualifikationsplatz. Henry Coates auf Rang 65 liegt lediglich £500 dahinter, Madars Razma auf Rang 66 £1.500. Die Abstände zeigen, warum auch ein einzelnes Ergebnis in Leicester die vorläufige Reihenfolge verändern kann.
Was die Rechnung aussagt und was nicht
Für Anderson liegt der einfachste Ein-Turnier-Vergleich beim Achtelfinale: £29.750 + £3.000 = £32.750. Über zwei Turniere kann sich der nötige Betrag auch anders zusammensetzen. Zwei Ergebnisse in der Runde der letzten 32 würden jeweils £2.000 einbringen: £29.750 + £2.000 + £2.000 = £33.750. Ein Achtelfinale ist deshalb kein notwendiges Mindestergebnis über beide Turniere zusammen.
Die tatsächliche Qualifikation entscheidet sich erst nach PC34 am 05.11.2026. Die Modellrechnungen vergleichen einzelne mögliche Ergebnisse mit Plaisier’ aktuellem Preisgeldstand. Sie bilden nicht ab, welche Runden die Konkurrenz erreicht. Wer den Umgang mit Zahlen und Wahrscheinlichkeiten besser einordnen möchte, findet dort weitere Hintergründe. Ein Einstieg ins Portal steht unter Neu hier?. Die Grundlagen zu Punkten und Spielablauf im Darts sind ebenfalls verlinkt.
Quellen & Datenstand
Datenstand: nach PC32, Primärliste am 02.11.2026 gelesen. Die offizielle PDC-Rangliste unter „Players Championship“ liefert die hier verwendeten Ränge und Preisgelder sowie die Top-64-Regel. Turniertage und Orte stehen im PDC-Kalender. Die Beträge pro Ausscheidensrunde stammen aus der PDC-Preisgeldmitteilung vom 31.03.2025, Abschnitt „Players Championship Events“, gültig ab 2026. Die Abstände, Endbeträge und Zwei-Turnier-Beispiele sind eigene Rechnungen.