Wettstrategien im Test
Zwei Ausgänge abzudecken lässt das Unentschieden vollständig offen
Inhaltlich überarbeitet: 27.10.2026

Dutching verteilt einen Gesamtbetrag auf mehrere mögliche Ausgänge. Im Beispiel werden Heim- und Auswärtssieg abgedeckt, das Unentschieden aber ausgelassen. Die Rechnung zeigt, weshalb zwei gleich hohe positive Auszahlungen trotzdem keine sichere Gesamtabdeckung ergeben.
Ohne Vorwissen starten
Die Idee in 30 Sekunden
Die Teilbeträge werden so gewählt, dass bei den abgedeckten Ausgängen ungefähr dieselbe Auszahlung entsteht. Hier gibt es drei Ausgänge: Heim, Remis und Auswärts. Nur zwei davon erhalten einen Einsatz.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
- Wir verteilen theoretisch 100 Einheiten auf Heimsieg zur Quote 2,40 und Auswärtssieg zur Quote 3,10.
- Die ungerundeten Teilbeträge betragen etwa 56,36 und 43,64. Zusammen sind es 100.
- Gewinnt eine der abgedeckten Seiten, kommen theoretisch rund 135,27 zurück. Nach Abzug der insgesamt 100 eingesetzten Einheiten bleibt etwa +35,27.
- Bei einem Unentschieden verlieren beide Teilwetten. Dann beträgt der Gesamtsaldo −100. Cent-Rundungen führen bei den beiden Gewinnfällen zu leicht unterschiedlichen Beträgen.
Gleiche Auszahlung bei zwei Ausgängen bedeutet nicht, dass alle Ausgänge abgedeckt sind. Das offene Unentschieden bleibt Teil der Bilanz.
Diese Begriffe brauchst du für die Rechnung
- Remis: Unentschieden.
- Abdeckung: ein Ausgang erhält einen Teil des Gesamtbetrags; das ist noch kein Beleg für einen Gewinnvorteil.
- Gesamtsaldo: Auszahlung aus dem gewonnenen Teil minus sämtliche Teilbeträge, auch die verlorenen.
Die vollständige Rechnung und ihre Grenzen
Ein gemeinsamer Markt mit drei getrennten Ausgängen
Das Modell umfasst Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg nach derselben festgelegten Spielzeit. Die fiktiven Quoten für Heim- und Auswärtssieg lauten 2,40 und 3,10. Auf das Remis wird nichts verteilt. Die beiden gewählten Ausgänge schließen sich gegenseitig aus; genau einer der drei Gesamtausgänge tritt ein. Gebühren und Rückzahlungen werden zunächst ausgeblendet.
Dutching bezeichnet hier die Verteilung mit gleicher Bruttoauszahlung auf die ausgewählten Ausgänge. Das unterscheidet sich von der vollständigen Arbitrage-Rechnung über alle passenden Ausgänge. Gleiche Auszahlung auf einen Teil der Möglichkeiten ist keine Aussage über die ausgelassenen Fälle.
Die Beträge lassen sich aus der gewünschten Auszahlung herleiten
Sei R die gemeinsame Auszahlung. Dann betragen die beiden Einsätze R/2,40 und R/3,10. Ihre Summe soll 100 ergeben. Also gilt R=100/(1/2,40+1/3,10)=135,272727…. Daraus folgen theoretische Einsätze von 56,363636… auf Heim und 43,636363… auf Auswärts.
| Ausgang | Verteilter Betrag ungefähr | Bruttoauszahlung | Gesamtsaldo |
|---|---|---|---|
| Heimsieg | 56,363636… | 135,272727… | +35,272727… |
| Auswärtssieg | 43,636363… | 135,272727… | +35,272727… |
| Unentschieden | 0 | 0 | −100 |
Das ausgelassene Remis trägt den Verlust
Gesamtsaldo in Einheiten
Die ersten beiden Balken zeigen den positiven Gesamtsaldo bei Heim- oder Auswärtssieg. Der dritte zeigt den vollständigen Verlust beim nicht abgedeckten Remis. Die Grafik verwendet ungerundete Teilbeträge.
Fiktives Rechenbeispiel. Fiktiv · Quoten 2,40/3,10 · Remis bleibt unbedeckt. Anzeigen sind gerundet. Die vollständigen Zahlen und Annahmen stehen im Artikel.
Der Saldo eines gewonnenen abgedeckten Ausgangs ist nicht sein isolierter Nettogewinn: Auch der auf den anderen Ausgang verteilte Betrag ist verloren. Deshalb ziehen wir von jeder gesamten Auszahlung die vollen 100 ab. Der Remisfall verliert beide Teilbeträge vollständig.
Abdeckungshäufigkeit und Auszahlungsniveau gemeinsam prüfen
Die Quote 2,40 allein sagt nicht, wie wahrscheinlich der Heimsieg ist. Für eine ausdrücklich zusätzliche Modellannahme setzen wir die tatsächlichen Chancen auf 40 Prozent Heim,30 Prozent Remis und 30 Prozent Auswärts. Dann sind 70 Prozent aller Ausgänge abgedeckt.
Der erwartete Gesamtsaldo beträgt 0,70×135,272727…−100≈−5,31 Einheiten. Die Chance eines positiven Endergebnisses ist in diesem Modell also 70 Prozent, während der Erwartungswert negativ bleibt. Die ausgelassenen 30 Prozent kosten jeweils die vollen 100.
Für einen ausgeglichenen Erwartungswert müsste die tatsächliche Abdeckung genau 100/R betragen, hier rund 73,9247 Prozent. Für einen positiven Erwartungswert müsste sie darüber liegen. Diese Grenze folgt aus der Auszahlung; sie belegt nicht, dass eine reale Mannschaftskonstellation die nötige Chance besitzt.
Cent-Rundung erzeugt kleine, aber sichtbare Unterschiede
| Ausgang | Einsatz | Auszahlung vor eigener Rundung | Gesamtsaldo ungefähr |
|---|---|---|---|
| Heim | 56,36 | 135,264 | +35,26 |
| Auswärts | 43,64 | 135,284 | +35,28 |
| Remis | 0 | 0 | −100,00 |
Die gerundeten Teilbeträge ergeben weiterhin 100. Die beiden Auszahlungen sind jetzt jedoch nicht mehr exakt identisch. Welche Cent-Auszahlung tatsächlich erfolgt, hängt zusätzlich von den Abrechnungsregeln ab. Unsere exakte Grenzrechnung verwendet die ungerundeten theoretischen Beträge und vermischt sie nicht mit dieser praktischen Rundungsdarstellung.
Was aus diesem Beispiel tatsächlich folgt
Der Test beantwortet eine Auszahlungsfrage, keine Prognosefrage. Er zeigt, welche Chance auf die nicht abgedeckten Ergebnisse entfällt und wie hoch die benötigte Gesamtabdeckung wäre. Ein Bericht, der nur die beiden möglichen Gewinnzeilen zeigt, lässt den zentralen Verlustfall weg.
In einer echten Prüfung müssten außerdem identische Spielabschnitte, Regeln bei Abbruch, Annahme aller Teilbeträge und zusätzliche Kosten bestätigt werden. Ein nicht angenommener Teilbetrag verändert die gesamte Verteilung. Es gibt hier weder eine Empfehlung für konkrete Anbieter noch eine Aussage über die tatsächliche Verfügbarkeit der fiktiven Preise.
Rechenbasis und Quellen
Alle Geldbeträge, Quoten und Ereignisfolgen dieses Rechenmodells sind fiktiv. Es wurden keine realen Wetten abgeschlossen. Gerundete Anzeigen ersetzen keine exakten Grenzprüfungen. Die Berechnungen und Diagrammdaten wurden am 27. Oktober 2026 überprüft.
NIST: Binomialverteilung und festgelegte Erfolgswahrscheinlichkeit liefert allgemeinen Wahrscheinlichkeits-Hintergrund. Unser einzelner Drei-Ausgänge-Markt und die Verteilung sind eigene algebraische Rechnungen; die angenommenen 70% Abdeckung wurden nicht aus Sportdaten geschätzt.
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