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Darts

Die Development Tour 2026 vergibt Tour Cards und WM-Plätze

Inhaltlich überarbeitet: 04.10.2026

Eine junge Dartspielerin wirft einen Dartpfeil, weitere Spieler beobachten die Trainingsszene.

Über die Development Tour führen 2026 zwei Wege auf die große PDC-Bühne: Zwei Spieler erhalten eine Tour Card für 2027 und 2028, drei einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft 2026/27. Entscheidend ist die Jahresrangliste und ob jemand bereits auf anderem Weg qualifiziert ist. Ein einzelner Turniersieg reicht dafür nicht automatisch aus.

Stand am Morgen des 4. Oktober 2026, nach den Events 21 und 22 in Wigan. Die letzten beiden Saisonturniere stehen noch aus.

Self und Dewaele gewinnen ihre ersten Titel

Am Samstag, dem 3. Oktober, begann das letzte Wochenende der Winmau Development Tour im Robin Park Leisure Centre in Wigan. Nunjo Dewaele gewann Event 21 mit 5:4 gegen Cole Davey. Nach einem 3:4-Rückstand entschied er die letzten beiden Legs in zwölf und 15 Darts für sich.

Event 22 ging an den 16-jährigen Archie Self, der Sam Jackson im Finale mit 5:2 besiegte. Beide Sieger holten ihren ersten Development-Tour-Titel und jeweils 3.000 Pfund Preisgeld. Nach dem Samstag lag Dewaele auf Rang 21 der Jahreswertung, Self auf Rang neun.

Ein Leg ist ein einzelner Durchgang. Für den Sieg in diesen Finals waren fünf gewonnene Legs nötig. Die Grundlagen von 501, Double-Out und den verschiedenen Spielformaten erklärt unser Darts-Überblick.

Die Jahreswertung entscheidet über die Zugänge

Die Development Tour umfasst 2026 insgesamt 24 Events. Ihre Order of Merit ist eine Preisgeldrangliste: Die Beträge aus den einzelnen Saisonturnieren werden addiert. Regelmäßige gute Platzierungen können deshalb ebenso wichtig sein wie ein einzelner Titel.

  • Tour Cards: Die zwei bestplatzierten Spieler, die nicht bereits anderweitig für eine Tour Card für 2027 qualifiziert sind, erhalten eine Karte für zwei Jahre, also 2027 und 2028.
  • Weltmeisterschaft: Drei Startplätze für die WM 2026/27 gehen über die Development-Tour-Rangliste an die bestplatzierten noch nicht anderweitig qualifizierten Spieler.
  • Nachrücken: Besteht schon eine entsprechende Qualifikation oder wird eine Einladung abgelehnt, wird der Platz weiter unten in dieser Rangliste angeboten.

Die Berechtigung wird für Tour Cards und WM getrennt geprüft. Wer bereits eine Tour Card für 2027 hat, muss nicht zugleich schon für die WM qualifiziert sein. Deshalb können die beiden Vergaben zu unterschiedlichen Namen führen. Eine Tour Card ermöglicht die Teilnahme am regulären PDC-Profi-Circuit.

Bialecki steht bereits als Ranglistenerster fest

Nach dem Samstag führte Sebastian Bialecki vor Jack Drayton, Cam Crabtree, Leon Weber und Jamai van den Herik. Laut PDC ist Bialeckis erster Platz bereits gesichert: Sein Vorsprung auf Drayton beträgt fast 10.000 Pfund.

Das lässt sich mit dem aktuellen Preisgeld einordnen. Selbst zwei Siege in den noch offenen Events würden einem Verfolger höchstens 2 × 3.000 Pfund = 6.000 Pfund zusätzlich bringen. Das reicht nicht, um den von der PDC genannten Rückstand aufzuholen.

Bialecki besitzt laut PDC bereits eine Tour Card und hat seinen WM-Platz über die ProTour-Rangliste sicher. Bei der Vergabe dieser Zugänge rücken daher andere Spieler nach. Die Reihenfolge hinter ihm war nach Event 22 noch keine endgültige Saisonwertung.

Die Altersgrenze hängt an einem Stichtag

Teilnehmen darf man ab dem 16. Geburtstag. Für die Saison 2026 muss ein Spieler am 4. Januar 2026 höchstens 23 Jahre alt gewesen sein. Wer danach 24 wird, bleibt für dieses Jahr altersberechtigt. Die verkürzte Beschreibung „16 bis 23 Jahre“ lässt diese Ausnahme aus.

Auch Tour-Card-Inhaber dürfen teilnehmen, sofern die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Ausgeschlossen sind Spieler, die am maßgeblichen Stichtag des jeweiligen Events in den Top 64 der PDC Order of Merit stehen. Bialecki ist nach seinem Aufstieg in diese Top 64 nicht mehr für Development-Tour-Events zugelassen; seine bereits gesammelten Preisgelder bleiben in der Jahreswertung.

Der Sonntag klärt die übrigen Plätze

Für Sonntag, den 4. Oktober, sind die Events 23 und 24 in Wigan angesetzt. Erst mit ihren Ergebnissen ist die Saisonrangliste vollständig. Danach lassen sich die noch offenen Zugänge unter Berücksichtigung vorhandener Qualifikationen zuordnen.

Für die Einordnung von Ergebnissen lohnt sich deshalb der Blick auf drei Dinge: den einzelnen Turniersieg, das gesammelte Saisonpreisgeld und die jeweilige Teilnahmeberechtigung. Ein höherer Rang ist zudem keine sichere Vorhersage für das nächste Match. Die Rangliste beschreibt bisherige Ergebnisse innerhalb dieser Serie.

Quellen und Datenstand

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